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Hoffnung auf Friedensabkommen: Kolumbiens Regierung und FARC-Guerilla unterzeichnen Waffenstillstand

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Hoffnung auf Friedensabkommen: Kolumbiens Regierung und FARC-Guerilla unterzeichnen Waffenstillstand

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Die FARC-Guerilla und die kolumbianische Regierung haben ein lange erhofftes Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Beide Seiten hatten die Einigung erst am Mittwoch verkündet. Sie gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zu dem noch für dieses Jahr angestrebten Friedensabkommen.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos und Farc-Chef Rodrigo Londoño unterzeichneten den Waffenstillstand am Donnerstag in der kubanischen Hauptstadt Havanna, wo die beiden Seiten seit 2012 auf neutralem Boden verhandeln.

Anwesend waren neben Gastgeber Raul Castro auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, Chiles Präsidentin Michelle Bachelet, Venezuelas Präsident Nicolas Maduro und zahlreiche weitere internationale Staatsoberhäupter und Abgesandte.

Die marxistische FARC will nun politisch und nicht mehr militärisch für ihre Ziele Kämpfen. Zu klären im Rahmen des Friedensabkommens sind Fragen wie politische Reformen, die Sicherheit und Strafbarkeit der Kämpfer und die juristische Aufarbeitung der Verbrechen, die auf allen Seiten begangen wurden.

In dem mehr als 50 Jahre währenden kolumbianischen Bürgerkrieg starben bislang rund 220.000 Menschen. Die Friedensverhandlungen in Havanna betreffen nur die FARC, nicht aber andere Guerillas wie die ELN oder die rechtsgerichteten paramilitärischen Organisationen.

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