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EU-Außenminister beraten über Brexit-Folgen

In Berlin haben die EU-Außenminister der sechs Gründerstaaten über die Folgen des Brexit beraten.

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EU-Außenminister beraten über Brexit-Folgen

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In Berlin haben die EU-Außenminister der sechs Gründerstaaten über die Folgen des Brexit beraten. Neben Frank-Walter Steinmeier nahmen seine Kollegen aus Frankreich, Italien, Belgien, der Niederlande und Luxemburg an dem Treffen teil. Diese Staaten hatten 1957 die EWG gegründet, die Vorläuferorganisation der EU. Deutschland und Frankreich arbeiten gemeinsam an einem Strategiepapier, in dem von einer “flexiblen Union” die Rede ist.

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"Wir dürfen nach der britischen Entscheidung aber auch nicht in Depression und Untätigkeit verfallen."

Frank-Walter Steinmeier Bundesaußenminister

“Wir dürfen nicht in hektische Aktivitäten verfallen, die so tun als seien alle Antworten schon bereit. Wir dürfen aber auch nach der britischen Entscheidung nicht in Depression und Untätigkeit verfallen”, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Der niederländische Außenminister Bert Koenders forderte:

“Ich glaube nicht, dass sich der Euroskeptizismus oder die Sicht auf Europa in meinem Land sehr von anderen unterscheiden. Die Menschen müssen die Erfolge Europas sehen. Das ist meiner Meinung nach der Schlüssel. Aber wir müssen eine neue Seite aufschlagen. Wir wollen kein Vakuum. Jetzt ist es wichtig, dass die Verhandlungen mit Großbritannien in gutem Glauben, aber so schnell wie möglich beginnen.”

Die Beratungen sollen bei einem EU-Gipfel und bei einer Sondersitzung des EU-Parlaments nächste Woche vorangetrieben werden. Das Brexit-Votum schafft einen Präzedenzfall in Europa. Rechtspopulisten in Frankreich und den Niederlanden fordern ebenfalls Volksabstimmungen über die EU-Zugehörigkeit ihrer Länder.