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Keine Eile: Cameron weist Forderungen nach sofortigem Austritt zurück

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Keine Eile: Cameron weist Forderungen nach sofortigem Austritt zurück

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Der britische Premier David Cameron will den Austritt aus der EU nach dem Brexit-Referendum nicht sofort beantragen. Das bekräftigte Cameron in einer Rede vor dem Unterhaus am Montag. Es sei alleine die Entscheidung Großbritanniens, Artikel 50 des EU-Vertrages auszulösen. Mehrere EU-Politiker hatten nach dem Referendum einen raschen Austritt ohne “Hängepartie” gefordert.

Diese Aufgabe werden seinem Nachfolger obliegen, wiederholte Cameron. Die aktuelle Regierung werde jedoch eine Expertegruppe einrichten, die unmittelbar mit der Vorarbeit beginnen soll, so der Noch-Premier. Der Austritt stelle die britische Verwaltung vor die komplexeste Aufgabe seit Jahrzehnten.

“Es war nicht der Ausgang, den ich mir gewünscht habe, noch der, der meiner Meinung nach der beste für das Land gewesen wäre”, sagte Cameron. “Aber das Ergebnis ist klar. Natürlich stehe ich zu dem, was ich über die Risiken gesagt habe. Es wird schwer werden. Es wird Veränderungen in unserer Wirtschaft, komplexe institutionelle Fragen und schwierige Verhandlungen mit Europa geben. Aber das Kabinett und ich sind uns einig, dass diese Entscheidung akzeptieren werden muss und dass der Prozess zur Umsetzung jetzt beginnen muss.”

Cameron hatte unmittelbar nach der Bekanntgabe des Ergebnisses für Oktober seinen Rücktritt als Regierungschef angekündigt. Die Konservative Partei will die seine Nachfolge als Parteichef und Premier bis September in einer parteiinternen Abstimmung regeln.

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