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Fillon Favorit bei Stichwahl in Frankreich

Umfrage vom Freitag sieht Fillon bei 61 Prozent, Gegenkandidat Juppé kommt auf 39 Prozent.

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Fillon Favorit bei Stichwahl in Frankreich

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Der ehemalige französische Ministerpräsident François Fillon geht als Favorit in die Stichwahl der Konservativen um die Kandidatur für das Präsidentenamt am Sonntag. In einer Meinungsumfrage des Instituts Opinionway sprachen sich am Freitag nur 39 Prozent der Befragten für Gegenkandidat Alain Juppé aus, 61 Prozent sahen Fillon vorn. Der 62-Jährige steht für umfassende Reformen und eine engere Anbindung von Russland an Europa:“Syrien wird von der Terrormiliz Islamischer Staat verwüstet, die unsere Kinder auf den Straßen unserer Städte tötet. Syrien wird von internen Kämpfen zerrissen. Das Land ist gebrandmarkt durch Bombardierungen von Zivilisten. Wenn wir nicht die Voraussetzungen für eine echte internationale Koalition schaffen und uns nicht mit Russland verbünden, dann wird der islamistische Totalitarismus weiter für Tod und Verwüstung sorgen.”

allviews Created with Sketch. Meinung

"Frontex ist absolut nicht fähig, die EU-Außengrenzen zu kontrollieren."

Alain Juppé Präsidentschaftsanwärter

Juppé, ebenfalls ein früherer Regierungschef, verfolgt bei der Sanierung Frankreichs im Kern denselben Kurs. Der 71-Jährige will aber bei Reformen weniger drastisch vorgehen. Juppé versicherte am Freitag, er werde Fillon unterstützen, falls er am Sonntag den Kürzeren ziehe:_“Zusammenhalt steht für stabile und kontrollierte Grenzen in Europa. Stabil bedeutet auch den Stopp der EU-Erweiterung. Die Türkei hat aus vielen Gründen keinen Platz als Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Die Grenzen müssen kontrolliert werden, doch nur wenige Fortschritte sind erkennbar. Da gibt es eine Agentur, Frontex, die absolut nicht fähig ist, die Aussengrenzen der EU zu kontrollieren.”

Beide Anwärter der Republikanischen Partei wollen das gesetzliche Renteneintrittsalter von 62 auf 65 Jahre anheben und die 35-Stunden-Woche abschaffen. Ex-Präsident Nicolas Sarkozy war im ersten Wahlgang ausgeschieden.