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OECD: Britische Wirtschaft trotzt Brexit bisher


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OECD: Britische Wirtschaft trotzt Brexit bisher

Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat vor dem Risiko eines wachsenden Protektionismus gewarnt. Eine Einschränkung des Freihandels würde die weltweite Konjunktur schwächen und Jobs in Gefahr bringen, warnte OECD-Chefökonomin Catherine Mann am Dienstag in Paris.

Falls die USA, Europa und China die Handelskosten durch neue Barrieren um zehn Prozent erhöhten, würde sie dies mittelfristig rund zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts kosten, so Mann. US-Präsident Donald Trump hatte mehr wirtschaftliche Abschottung angekündigt, um die amerikanische Industrie vor ausländischer Konkurrenz zu schützen.

Der IWF rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum der britischen Wirtschaft um 1,5 Prozent, die OECD geht von 1,6 Prozent aus. Kommendes Jahr sieht der IWF ein Wachstum von 1,4 Prozent, die OECD rechnet mit einem Plus von einem Prozent.

Für dieses Jahr hat die OECD ihren Ausblick für Großbritannien damit erneut angehoben, da sich die Wirtschaft bisher trotz des Brexits recht robust erwiesen hat. Eine Zurückhaltung bei Investitionen und die steigende Inflation, die auf die Konsumlaune drückt, sind dagegen der Grund für die schlechtere Prognose für kommendes Jahr.

Die Analystin Rachel Lund meinte: “Bezogen auf die britische Wirtschaft zeigt das, dass die Konsumenten anfangen, weniger auszugeben. Das haben wir erwartet. Dennoch macht es uns Sorgen, denn es war der Konsum, der das Wirtschaftswachstum vergangenes Jahr gestärkt hat.”

Laut OECD könnte das Wachstum der Weltwirtschaft nach 3,0 Prozent 2016 in diesem Jahr auf 3,3 Prozent zulegen. Im kommenden Jahr werden dann sogar 3,6 Prozent erwartet, heißt es im Zwischenbericht zum regelmäßigen Wirtschaftsausblick der Organisation. Damit bestätigte die OECD ihre Prognosen vom vergangenen November.

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