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Offene Fragen und Freilassungen nach Doppelanschlag von London


Großbritannien

Offene Fragen und Freilassungen nach Doppelanschlag von London

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Hat Khalid Masood den Doppelanschlag von London im Alleingang verübt, oder war der gebürtige Brite Befehlsempfänger? Antworten auf die offenen Fragen versucht die Polizei mit einer umfangreichen Fahndungsoffensive zu finden. Seit dem Attentat am vergangenen Mittwoch sind bereits über 3000 Zeugen befragt worden. Sechs von elf vorübergehend Festgenommenen kamen wieder auf freien Fuß. Über 2700 Gegenstände und große Datenmengen wurden beschlagnahmt.

Trauer um Opfer

In Gedenken an ihren getöteten Kollegen Keith Palmer und die drei weiteren Todesopfer versammelten sich am Freitag in London zahlreiche Polizisten. Unter den Mottos “Gemeinsam zusammenstehen” und “Nein zu Islamophobie” erinnerten auch in Birmingham zahlreiche Menschen der vier Todesopfer und Dutzenden Verletzten, von denen sich einige noch in kritischem Zustand befinden. Die zweitgrößte Stadt des Landes gilt als Brennpunkt der radikalen Islamistenszene in Großbritannien. Die ehemalige Stadträtin Salma Yaqoob äußerte sich zu den möglichen Folgen des schwersten Anschlags auf britischem Boden seit über zehn Jahren:

“Einige Extremisten werden versuchen, die Situation auszunutzen. Das sind etwa religiöse Extremisten wie die der IS-Miliz, die sich zu solchen Attacken bekennen, um sich zu glorifizieren und um neue Anhänger zu werben. Zum anderen sind es rechtsradikale Extremisten, die tragische Vorfälle nutzen, um Hass gegen ganze Gemeinschaften zu schüren.”

IS-Miliz als Urheber des Anschlags?

Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte die Verantwortung für die Bluttat von London übernommen. Experten bezweifelten die Darstellung. Es gebe einige Hinweise darauf, dass zwischen dem Attentäter und der Terrormiliz keine direkte physische Verbindung bestanden habe, sagte Peter Neumann, Leiter des internationalen Zentrums zur Erforschung von Radikalisierung (ICSR) am Londoner King’s College. “Das leitet sich daraus her, dass der Islamische Staat offensichtlich selbst von diesem Anschlag überrascht war.”

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin sagte:“Ein vollständiges Bild erschließt sich uns noch nicht.” Er fügte an, man teile gemeinsame Werte, aber auch den Bedrohungsraum. Die Gefährdungslage sei hoch.

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