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Zivile Opfer im irakischen Mossul - USA halten Mitschuld für denkbar


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Zivile Opfer im irakischen Mossul - USA halten Mitschuld für denkbar

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Mindestens 240 Tote forderten Luftschläge auf den Westen der irakischen Großstadt Mossul. Wer die Angriffe am 17. März dieses Jahres fliegen ließ, hatte sich zunächst nicht klären lassen. Nun haben die USA eine mögliche Beteiligung an den Angriffen eingeräumt. Die von den USA angeführte Anti-IS-Koalition habe an dem Tag und an dem Ort einen Luftangriff geflogen, eine Untersuchung dazu sei eingeleitet.

Das Ziel der Koalitionsschläge auf den Westen Mossuls ist die Befreiung der westlich des Tigris gelegenen Stadtviertel von der Herrschaft des sogenannten Islamischen Staates. Das Gegenteil aber sei passiert, so Bashar Abdullah. Die Koalition habe sich vielmehr gegen die Zivilbevölkerung gewandt, sagt der Bewohner eines betroffenen Stadtviertels. “Wie konnten Sie nur mit solch schwerem Geschütz auf zivile Ziele schießen? Bevor der Kampf um den Westen Mossuls begann, haben uns das irakische und das US-Militär versprochen, dass es ein ungefährlicher Kampf wird. Deswegen haben so viele Menschen ihre Wohnungen nicht verlassen. Sie fühlten sich sicher. Sie hatten keine Ahnung, dass man auf sie schießen wird. Das war keine Befreiung, das war Zerstörung”, so Abdullah.

Am Samstag wurden die Kämpfe um den Westen Mossuls bis auf weiteres unterbrochen. Aufgrund der Verluste unter der Zivilbevölkerung würden Pläne überarbeitet, so ein Sprecher der irakischen Polizei.

Derweil hat das irakische Verteidigungsministerium die Verlegung von vier F-16-Kampfflugzeugen aus den USA in den Irak bestätigt.

Die Maschinen trafen am Samstag auf dem Stützpunkt Ballad nördlich von Bagdad ein. Insgesamt hat die irakische Regierung 36 Flugzeuge dieses Typs gekauft. Sie sollen dem Militär einen entscheidenden Vorteil im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat verschaffen.

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