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Guernica gedenkt Wehrmacht-Bombardierung vor 80 Jahren

Die nordspanische Stadt wurde am 26. April 1937 von deutschen und italienischen Einheiten angegriffen. 400 Menschen starben im Bombenhagel.

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Guernica gedenkt Wehrmacht-Bombardierung vor 80 Jahren

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In der nordspanischen Stadt Guernica ist an die Bombardierung durch die Wehrmacht vor 80 Jahren erinnert worden. Nachfahren deutscher Soldaten legten einen Kranz nieder.

Die baskische Stadt wurde im spanischen Bürgerkrieg am 26. April 1937 von der deutschen Legion Condor und dem italienischen Corpo Truppe Volontarie angegriffen. Fast 40 Tonnen Bomben ließen Hitlers und Mussolinis Luftwaffen auf Guernica niederregnen. Die Bombardierung dauerte gut drei Stunden, die Innenstadt wurde fast vollständig zerstört. Neuere Untersuchungen schätzen die Zahl der Toten auf vierhundert.

Dieses Ereignis verarbeitete Pablo Picasso in seinem legendären Antikriegsbild “Guernica”. Diesem hat das Reina Sofía-Museum in Madrid nun eine Sonderausstellung gewidmet.

“Guernica wird weiterhin in sämtlichen Zusammenhängen genutzt. Es ist ein Symbol für unsere Wahrnehmung des Todes im Bobenhagel”, erklärt Timothy James Clark, einer der beiden Kuratoren der Austellung.

Gezeigt wurde Picassos “Guernica” erstmals bei der Weltausstellung 1937 in Paris. In Büchern und auf Postkarten unzählige Male kopiert, gilt das Gemälde heute als Anklage gegen den Krieg schlechthin.

Links:

17. Juli 1936: Der spanische Bürgerkrieg bricht aus

Roboter nimmt Guernica unter die Lupe

Geschichte: Guernica – Kunstwerk gegen den Krieg