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Dritter London-Attentäter identifiziert


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Dritter London-Attentäter identifiziert

Die britische Polizei hat den dritten Täter des Terroranschlages von London identifiziert. Es ist der 22-jährige Joussef Zaghba, ein Italiener marokkanischer Herkunft. Scotland Yard zufolge lebte er zuletzt in Ost-London. Anders als in italienischen Medien berichtet, sei Zaghba aber weder der Polizei noch dem Inlandsgeheimdienst MI5 bekannt gewesen. Bereits am Montag hatte die Polizei die Namen der anderen beiden Täter genannt. Es sind der 30jährige Rachid Redouane,ein Marokkaner oder Libye, da waren sich die Behöreden noch nicht sicher, sowie der 27-jährige Khuram Shazad Butt. Der Brite mit pakistanischen Wurzeln war der britischen Öffentlichkeit aus einer TV-Dokumentation über salafistische Dschihadisten bekannt.
Während die Ermittlungen weiter gehen, werden Fragen nach möglichen Versäumnissen der Behörden lauter. So erklärte der britische Aussenminister Boris Johnson in Bezug auf Khuram Butt: “Wenn die Leute heute die Schlagzeilen lesen, werden sie sich fragen: ‘wie kann es sein, dass uns dieser Typ und möglicherweise noch andere durch die Lappen gegangen sind? Was ist da passiert? Wie kann der in einer Channel4-Sendung auftauchen und dann derartige Untaten begehen.’ Die Frage werden der MI5 und die Polizei im Zuge der Ermittlungen beantworten müssen.” Inzwischen wurde ein neuer Verdächtiger festgenommen. Zwölf andere kamen wieder frei. Am Vormittag stand in Großbritannien eine Minute lang alles still. Das ganze Land gedachte um Punkt elf der sieben Todesopfer. Ihre Zahl könnte noch steigen, da einige Schwerverletzte noch in Lebensgefahr schweben. Unter den Todesopfern war auch eine 28 Jahre alte Australierin. Sie war Krankenschwester und lebte seit vier Jahren in London. Offenbar hatte sie versucht, Verletzten auf der London Bridge zu helfen und war dabei selbst zur Zielscheibe geworden.

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