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Kongo: Gezielte Tötungen


Republik Kongo

Kongo: Gezielte Tötungen

In der Krisenregion Kasai in der Demokratischen Republik Kongo sind laut einem aktuellen UN-Bericht innerhalb von drei Monaten über 250 Menschen ermordet worden. In der Untersuchung heißt es, die Menschen seien zwischen März und Juni “Opfer ungesetzlicher und gezielter Tötungen” durch Regierungstruppen und Milizen geworden. Darunter seien 62 Kinder, die Hälfte von ihnen jünger als acht Jahre.

Aufgrund der seit einem Jahr anhaltenden Gewalt sind rund 1,3 Millionen Menschen in der Region auf der Flucht. Die humanitäre Lage wird immer dramatischer. In vielen Gemeinden fehlen die Lebensgrundlagen. Die Vereinten Nationen fordern die Mitgliedsländer zum Handeln auf:

“Wir schulden den Millionen von Frauen, Männern, Mädchen und Jungen der Demokratischen Republik Kongo eine humanitäre und politische Antwort, die ihrer Not und ihrem Willen zum Überleben entspricht”, sagt UN-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien.

Untätigkeit werde dramatische Konsequenzen nicht nur für das kongolesische Volk, sondern auch für die Stabilität der Region haben. Mit rund 3,8 Millionen Menschen auf der Flucht im ganzen Land hat die Demokratische Republik Kongo die größte Anzahl von Binnenvertriebenen in Afrika.