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Großbritannien: Lieber Japan als EU

"Nicht mehr wirtschaftsfreundlich": Der britische Handelsminister Liam Fox warnt Europa.

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Während die Brexit-Verhandlungen zwischen London und Brüssel nur sehr schleppend vorankommen, rüstet sich Großbritannien für die Zeit nach dem EU-Ausstieg. Der Handel mit Japan soll dabei eine wichtige Rolle spielen. Wie das künftige Verhältnis zu den Noch-EU-Partnern aussehen wird, ist völlig offen.

“Auch Wirtschaftsvertreter aus Deutschland und Spanien sind der Meinung, man solle mehr Druck auf die EU-Kommission ausüben, damit wir ungefähr wissen, wie das Ergebnis letztlich aussieht. Denn wir brauchen auch in Zukunft ein offenes und liberales Handelsklima. Hindernisse für Handel und Investionen werden dem Rest der Welt zu verstehen geben, dass Europa nicht mehr wirtschaftsfreundlich ist”, sagt der britische Handelsminister Liam Fox.

Sadiq Khan, Bürgermeister von London und Mitglied der oppositionellen Labour-Partei, ist mit der Brexit-Verhandlungsstrategie der Regierung ganz und gar nicht einverstanden.

“Vor den Parlamentswahlen ist Theresa May für einen Brexit mit einem klaren Schnitt eingetreten. Weder Zugang zum Binnenmarkt noch eine Zollunion zu haben – vergessen Sie das! Die Briten haben das abgelehnt”, so Khan.

Die Brexit-Chefunterhändler Großbritanniens und der Europäischen Union hatten nach dem Ende der dritten Verhandlungsrunde von erheblichen Differenzen zwischen den beiden Parteien berichtet.