Eilmeldung

#CatalanReferendum: 8 Punkte, die Sie über Katalonien ins Bild setzen

Unabhängigkeit von Spanien? Alles, was Sie über Kataloniens umstrittenes Referendum wissen müssen auf einen Blick.

Sie lesen gerade:

#CatalanReferendum: 8 Punkte, die Sie über Katalonien ins Bild setzen

Schriftgrösse Aa Aa

Alles Wissenswerte zum Unabhängigkeitsreferendum auf einen Blick zum Nachlesen.

1) Das Referendum in Katalonien hat weiter zur Spaltung der spanischen und vor allem in der katalanischen Bevölkerung beigetragen. Nach Angaben der Regionalregierung sprachen sich 90 Prozent der Wähler für eine Loslösung von Spanien aus.

2) Die spanische Polizei hat im Laufe des Sonntags gezeigt, dass sie einiges daran setzt, die Abstimmung zu verhindern. Unter anderem stürmte die Guardia Civil Wahllokale und beschlagnahmte Wahlurnen und Stimmzettel. Rund 300 Wahllokale wurden abgeriegelt. In weiten Teilen Katalonien, vor allem im Inland, verlief die Abstimmung allerdings friedlich.

3) Gewalt auf den Straßen der katalanischen Großstädte Zahlreiche Wähler widersetzten sich den Sicherheitskräften, letztere gingen teilweise mit Gummigeschossen und Schlagstöcken gegen Demonstranten vor.

4) Über 840 Menschen wurden laut spanischen Medienberichten wegen Verletzungen im Krankenhaus behandelt. Rund 40 Sicherheitskräfte wurden verletzt.

5) Spaniens Regierungschef Rajoy erklärte, es habe “kein Referendum gegeben”. Es werde keine Akzeptanz des illegalen Referendums geben. Die Wähler hätten sich an einer Inszenierung beteiligt. Er bedankte sich bei den Sicherheitskräften. Für die Gewalt seien einzig diejenigen verantwortlich, die das Gesetz gebrochen haben.

6) Der Chef der katalanischen Regionalregierung Carles Puigdemont nannte das Referendum “verbindlich”. Vor der Wahl hatte er angkündigt im Fall eines positiven Ausgangs innerhalb von 48 Stunden die Unabhängigkeit von Spanien ausrufen zu wollen.

7) Zahlreiche europäische und internationale Politiker verurteilten die Gewalt in Katalonien und riefen zu Deeskalation und Dialog zwischen Barcelona und Madrid auf, darunter SPD-Chef Martin Schulz und Labour-Chef Jeremy Corbyn.

8) Das Fußballspiel des FC Barcelona gegen Las Palmas fand vor leeren Rängen statt – aus Protest. Der katalanische Club hatte zuvor vergeblich versucht, das Spiel zu verschieben.

9) Was passiert als nächstes? Die Fronten sind verhärtet. Puigdemont will mit dem Ergebnis zum Parlament gehen. Mithilfe des vor der Abstimmung verabschiedeten Referendumsgesetzes sollen die Abgeordneten eines verfassunggebenden Prozesses eingeleiten.

Liveblog zum Nachlesen

Bildergalerie
1-0: EL DESAFÍO