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15 Jahre nach "Prestige"-Havarie: Milliardenstrafe für Ölpest

Ein Gericht hat Spanien rund 1,6 Milliarden Euro an Entschädigung für die Ölpest von 2002 zugesprochen.

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15 Jahre nach "Prestige"-Havarie: Milliardenstrafe für Ölpest

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15 Jahre ist es her, dass der Ölfrachter “Prestige” vor der Küste der spanischen Region Galizien havarierte und die schlimmste Ölpest in der Geschichte des Landes auslöste. Mehrere Gerichtsprozesse folgten.

Im jüngsten hat das Landgericht in A Coruña jetzt entschieden: Fast 1,6 Milliarden Euro müssen die Verursacher der Katastrophe als Entschädigung an den spanischen Staat zahlen.

Galizien erhält 1,8 Millionen Euro, und weitere 61 Millionen wurden Frankreich zugesprochen, das neben Portugal und Spanien ebenfalls von der Katastrophe betroffen war.

Die Strafe muss zum einen vom Kapitän sowie dem britischen Versicherer des Schiffs aufgebracht werden, zum anderen wird auch der Schiffseigner zur Kasse gebeten. Zusätzliches Geld kommt aus einem Fonds, der für Ölschäden aufkommt.

Bei der Havarie gelangten im November 2002 63.000 Tonnen Öl ins Meer. 3000 Kilometer Küste wurden verpestet, zahllose Tiere und Pflanzen gingen zugrunde.

Bericht in La Voz de Galicia
Infos zum Schiff und zur Havarie)