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Nach 8 Jahren: Ende der griechischen Schuldenkrise?

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Nach 8 Jahren: Ende der griechischen Schuldenkrise?

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Ab August steht Griechenland finanziell wieder auf eigenen Füßen. Doch ausgerechnet der Internationale Währungsfonds traut diesem optimistischen Ausblick nicht.

Nach Jahren der Krise erwirtschaftet Griechenland mittlerweile einen Haushaltsüberschuss. Deshalb haben die Euro-Finanzminister entschieden, den griechischen Rettungsschirm zu schließen. Zum Abschluss gibt es eine letzte Zahlung von 15 Milliarden Euro – und deutliche Schuldenerleichterungen.

EU-Währungskommissar Pierre Moscovici freut sich: „Das ist ein großartiger Tag für Griechenland. Und es ist ein großer Tag für die Eurozone. Wir haben acht Jahre Krise hinter uns. Wir haben so viel Kraft darauf verwendet, einen Weg aus dieser Krise zu finden. Jetzt müssen wir feiern. Ja, Griechenland steht wieder auf eigenen Füßen. Wir blicken auf ein Kapitel der Verantwortung und Solidarität zurück.“

Ganz abgeschlossen ist dieses Kapitel noch nicht: Griechenland muss weiter Reformen und Sparmaßnahmen einhalten. Das wird von den Geldgebern überwacht. Um die gewährten Kredite zurückzuhalten, bekommt Athen allerdings zehn Jahre mehr Zeit.

Internationaler Währungsfonds hat weiterhin Bedenken

"Das ist ein historischer Moment, in dem Griechenland endlich wieder auf die Beine kommt. Zentraler Punkt der Vereinbarung: sie sieht einen erheblichen Schuldenerlass für Griechenland vor. So kann das Land Schritt für Schritt auf die Märkte und zu einer stabilen Finanzlage zurückkehren“, sagt der Vizepräsident der EU-Kommission Valdis Dombrovskis.

Dass Athen die hohen Altschulden langfristig zurückzahlen kann, daran hat ausgerechnet der Internationale Währungsfonds seine Zweifel. Anders als ursprünglich geplant beteiligt sich der IWF am dritten und letzten Hilfspaket für Griechenland nicht mehr finanziell. Dies bestätigte die Vorsitzende Christine Lagarde. Die Zeit für eine Finanzbeteiligung sei „klar abgelaufen", sagte sie vor Journalisten. Die griechische Staatsverschuldung liegt bis heute bei 180 Prozent der Wirtschaftsleistung.