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Wu-Tang Clan: "Wir sind Pioniere, wir haben den Weg geebnet"

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Wu-Tang Clan: "Wir sind Pioniere, wir haben den Weg geebnet"
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Sie sind eine der einflussreichsten Hip-Hop-Gruppen aller Zeiten mit weltweit über 40 Millionen verkauften Platten: Der Wu-Tang Clan wurde 1992 in New York gegründet. Euronews traf die Musiker backstage in ihrer Garderobe vor ihrem Auftritt beim Sole DXB Festival in Dubai.

Wu-Tang Clan ist das erste Mal in Dubai: "Wir sind begeistert", sagt Raekwon. "Wir werden die Stimmung anheizen - das, was wir am besten können. Wir spielen einige Klassiker lassen die Energie raus, für die wir bekannt sind. Es wird einzigartig."

"Ich liebe Dubai. Ich finde es gut, dass es keine Waffen gibt, keine Waffengewalt. Es ist ein kleines Land, in dem es nicht die gleichen Dinge gibt wie in den USA. Hier gelten nicht die gleichen Gesetze. Die Gesetze sind anders und etwas strenger - bestimmte Dinge, an die man sich halten muss", meint U-God: "Man hat keine Sorgen, keinen Stress, alles ist ein bisschen relaxter, zurück in der Heimat muss man wieder auf der Hut sein."

In Dubai ist es sicher

Bandmitglied Raekwon erzählt von seinen Erfahrungen: "Wir sind hier herumgelaufen, ins Einkaufszentrum gegangen, überall sind die Leute so freundlich. Das finde ich toll, dass man seinen Geldbeutel verliert, fallen lässt und jemand hebt ihn auf und gibt ihn dir zurück. Solche Leute sind wirklich ein Segen. Es ist wirklich ein Segen hier zu sein mit Leuten, mit denen man es rocken kann."
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Wandel der Branche

Auf die Frage der euronews-Reporterin, wie sich die Branche gewandelt hat, sagt Cappadonna: "Klar hat sich was getan, auch wir haben uns entwickelt. Heute gehört die Szene der jüngeren Generation. Wir waren die Pioniere. Wir haben den Weg geebnet und es aufstrebenden Künstlern leichter gemacht, da reinzukommen, kreativ zu sein und ihren eigenen Weg zu gehen. Aber wir sind immer noch die Könige, die Platzhirsche hier. Wir machen immer noch coole Musik. Und darum geht es schließlich."

Woher kommen die neue Ideen?

Die Welt hat sich gewandelt und damit die Lebensrealität. U-God sagt: "Meine Realität ist, meine Rechnungen zu bezahlen und mich um meine Babys zu kümmern, sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten. Ich weiß, was ich durchgemacht habe. Ich versuche zu leben und darüber zu schreiben. Es gibt immer noch Probleme, das hört nie auf."

In diesem Jahr gab es einige TV-Serien und Dokumentationen über die Band. Wie fühlt sich das an, zurückzublicken, es noch einmal zu erleben, wie alles begann und die ganze Karriere zu sehen, will die euronews-Reporterin wissen:

"Es ist eine Rückschau. Die zeigt, dass Träume wahr werden. Man strengt sich an und die Leute sehen, dass deine Arbeitsmoral gut ist", so Raekwon. "Sie wissen, dass wir aus armen Verhältnissen kommen. Wir haben viel bewegt. Wir haben vielen dieser jungen Leute die Türen geöffnet. Und heute blicken sie zu uns auf und vergöttern uns. Sie kennen unsere Kämpfe, unseren schwierigen Hintergrund, Aber auch zu wissen, wohin der Weg geht. Und die Musik ist das Transportmittel dafür. Damit können wir zurückblicken. Und wie Sie bereits gesagt haben, die Serie gibt einem einen kleinen Eindruck davon, wo wir herkommen. Das ist schön. Das bringt meine Mutter und die Familien zum Lächeln."

Welche Bedeutung hat "Black Lives matter"?

Dinge, die in den USA passieren, sind anders als hier in Dubai. Es gibt Bewegungen wie "Black Lives Matter". Wie wichtig ist es heutzutage in den Sozialen Medien, dass eine solche Bewegung existiert, dass die Stimmen der Menschen gehört werden?

U-God meint: "Ehrlich gesagt, ich hasse diese Terminologie 'Black Lives matter'." Und Inspectah Deck sagt: "Wir sagen, dass 'schwarze Leben wichtig sind', weil wir auf eine einprägsame Art sagen wollen, dass schwarze Menschen schneller von diesem Planeten verschwinden als viele andere Kulturen. Sei es, dass sie von der Polizei getötet werden oder weil sie sich untereinander umbringen. Darum geht es bei 'Black Lives matter'. Nicht um zu sagen, Schwarze sind wichtiger als andere. Aber man muss sich nur die Statistiken anschauen. Schwarze verschwinden."

Der Politikbetrieb wird laut der Gruppe immer lächerlicher, Raekwon meint: "Es wird immer mehr zu einer Komödie - so oft wie sie sich widersprechen. Und wie er bereits sagte, Trump ist widerwärtig. Aber gleichzeitig kümmert er sich um die Wirtschaft. Ich habe Freunde, die mit Aktien Geld machen. Ich selbst habe noch nie so viel Geld mit Aktien verdient wie unter der Trump-Regierung. Aber dann sieht man seine Dummheit und seine Arroganz. Das unterstützen wir nicht. Ich unterstütze Trump nicht."

Entscheidend für ihre Karriere, war der Beginn, sagt Raekwon: "Der Anfang war eine Straße, die wir gewählt haben und bis zum Ende gehen mussten, um so vielen Menschen den Weg zu ebnen. Wenn man Menschen inspiriert. Das ist der größte Segen."

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