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Meeresschutz in Dubai: von Haien bis zu Meeresschildkröten

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Meeresschutz in Dubai: von Haien bis zu Meeresschildkröten
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Dubai hat kilometerlange unberührte Küsten, die Naturschützer erhalten wollen. Viele Organisationen in der Stadt arbeiten zusammen, um die einheimische Meereswelt zu schützen und die langfristigen Auswirkungen auf das Ökosystem zu minimieren.

Hotels und Unternehmen engagieren sich

Viele der Hotels und Baunternehmen in der Stadt haben sich verpflichtet, die einheimische Tierwelt zu schützen und ihren Einfluss auf das Ökosystem zu minimieren. Ein solches Projekt ist die Schildkröten-Auffangstation in Jumeirah Al Naseem. Sie wurde 2004 eingerichtet und hat bisher 1900 Meeresschildkröten gerettet.

"Wir haben eine Rettungsstation aufgebaut, die eng mit dem Veterinäramt und den lokalen Gemeinden zusammenarbeitet", erklärt der Burg-Al-Arab-Hotelmanager Tristan Delmas. "Wir retten verletzte Schildkröten, die wir am Strand finden. Wir nehmen sie auf und pflegen sie gesund. Einige müssen operiert werden. Dann kommen sie in diese Lagune hier, damit sie wieder Kräfte sammeln, bevor wir sie freilassen."

Die Schildkröten sind zwischen 3 und 100 Jahre alt. Die Auffangstation wurde eingerichtet, um verletzte Tiere gesundzupflegen und anschließend wieder freizulassen. Es gibt auch ein Lehrprogramm für Hotelgäste, Schulkinder und Einheimische. Tristan Delmas meint:

Es ist wirklich interessant mitzuerleben, wie die Schildkröten wieder ausgewildert werden. Wir kommen mit den Leuten in Kontakt, sowohl mit Einheimischen als auch mit den Hotelgästen. Und am 16. Juni vergangenen Jahres, dem offiziellen Schildkrötentag, hat Scheich Hamdan bin Mohammed, der Kronprinz von Dubai, an einer dieser Freilassungsaktionen teilgenommen."

Eintauchen in eines der größten Aquarien der Welt

Auf der anderen Seite der Stadt im Atlantis Hotel ist eines der größten Aquarien der Welt mit seinen Lost Chambers eine der Hauptattraktionen. Es gibt eine Pflegestation sowie ein Zuchtprogramm.

"Wir sind hier im sogenannten Fisch-Krankenhaus", erklärt der Manager des Lost Chambers Aquarium Rob Bennett. "Hier behandeln wir die kranken Tiere. Was ich Ihnen heute zeigen will, ist unser Zuchtprogramm. Hier halten wir unsere selbstgezogenen Baby-Haie und Stachelrochen, die wir auf der Atlantis-Ausstellung zeigen. Viele Leute wissen nicht, wie viele unterschiedliche Tierarten wir hier halten."

Im Rahmen des Zuchtprogramms werden auch Haie wieder ins Meer ausgesetzt, etwa 40 Kilometer entfernt im Dubai Marine Reserve. Die Baby-Haie sind rund drei Jahre alt. Die euronews-Reporterin begleitet eine Aktion, bei der zehn Tiere, fünf weibliche und fünf männliche Haie, ins Meer entlassen werden.

"Das Gebiet, das Sie hinter mir sehen, ist ein Meeresschutzgebiet", so Kelly Timmins, Direktorin für Naturschutz & Pflege im Atlantis-Hotel. "Man sieht einen schönen Sandstrand, aber es gibt auch viele Mangroven und Korallenriffe. Die Arabischen Teppichhaie verstecken sich gerne in Riffen und Spalten. Es ist wichtig, sie in einem Gebiet freizulassen, in dem sie sicher sind und in dem sie all diese Schlupfwinkel finden können."

Was wird zum Erhalt der Küsten getan?

Auf der anderen Seite des Naturschutzgebiets liegt der neu eröffnete Dubaier Mangrovenwald. Bei der Zeremonie, an der auch der VAE-Umweltminister teilnahm, wurden 40 Mangroven gepflanzt, Tausende weitere sollen folgen. Es soll das größte Mangrovengebiet im Mittleren Osten werden. Omar Channawi, der Geschäftsführer Procter & Gamble (MENA) sagt:

"Damit treiben wir die Diskussion und ein transparentes Engagement rund um den Klimawandel voran. Die Region braucht es, so wie die ganze Welt, denn der Klimawandel betrifft uns alle. Und unsere Rolle als großes Unternehmen ist es, nicht nur die Kraft unserer Marken zu nutzen, um ein Vorbild zu sein und die Menschen dazu zu bringen, ihre Meinung zu ändern und einen nachhaltigen Lebensstil zu führen. Es geht also nicht nur darum, einen Wald zu pflanzen. Es geht auch darum, die Diskussion darüberzuführen, was wir hier tun und damit hoffentlich das Verhalten der Bevölkerung zu ändern."

Dieses vielfältige Ökosystem umfasst Korallenriffe, Mangroven, Seegraswiesen und einen unberührten Strand. Das alles wird von der Umweltschutzorganisation Emirates Marine Environmental Group geschützt und gepflegt.

"Wir laden Schulklassen ein, denn wir wollen all diese Informationen an die nächste Generation weitergeben", erzählt der Präsident der Umweltschutzorganisation Major Ali Saqr Sultan Al Suweidi. "Damit sie sich um dieses Schutzgebiet kümmern und seine Zukunft sichern. Es wird ihrem Leben zugutekommen. Die nächste Generation muss sich um die Umwelt kümmern."

Die Sorge um die Zukunft nicht nur des Meereslebens, sondern um den ganzen Planeten motiviert die Naturschützer in Dubai.