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BAEZA: Die goldene Stadt der Stille

BAEZA: Die goldene Stadt der Stille
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Um Baeza und die zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten der Region besuchen zu können, bietet Andalusien allen Reisenden von außerhalb für Aufenthalte in geregelten Unterkünften zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2021 eine kostenlose Covid-19-Reiseversicherung an.

Baeza ist eine alte und glorreiche Stadt und befindet sich in der Nähe des geografischen Zentrums von Andalusien und des Flusses Guadalquivir in einer fruchtbaren Landschaft mit Gemüse- und Getreidefeldern und Olivenhainen.

Die Geschichte des sogenannten „Cerro del Alcázar“, der ersten „Bronzestadt“, reicht zurück in prähistorische Zeiten. Auf dem hoch gelegenen Land wurde eine Stadt gegründet; Iberer, Römer und Andalusier bevölkerten den Bereich innerhalb der Stadtmauern. Von dort aus blickt man auf ein endloses Meer an Olivenbäumen, das bis an die Ufer des Guadalquivir reicht. Doch mit dem Einzug der Frühen Neuzeit im 15. Jahrhundert wurde Baeza zu einem der wichtigsten kulturellen, kirchlichen und akademischen Zentren der spanischen Königreiche. Damals gelangten die italienischen Ideen der Renaissance in die Stadt und sorgten für einzigartige Bauwerke.

© Turismo Andaluz

Von dem von der Zeit vergessenen Plaza de Santa María, dem Zentrum der mittelalterlichen Altstadt, bis zum Paseo de la Constitución, der ursprünglich gebaut wurde, um dort den Markt abzuhalten und der nun als Treffpunkt für die Bevölkerung dient, können Reisende einem ausgewiesenen Pfad entlang der Denkmäler folgen. Der Pfad gehört, neben zahlreichen anderen Orten in Baeza, zum UNESCO-Welterbe. Auch religiöse Bauten und Denkmäler sowie die Kathedrale (ehemalig eine Moschee) und das Seminario San Felipe Neri finden sich auf der Welterbeliste wieder. Auf dem nahegelegenen Plaza de Santa Cruz befinden sich der Palacio de Jabalquinto, ein hervorragendes Beispiel isabellinischer Gotik, und die alte Universität. An Orten wie den Antiguas Carnicerías wird man in der Zeit zurückversetzt: Dort verarbeiteten und verkauften Fleischer im 16. Jahrhundert ihr Fleisch. Auch ein Besuch des Balcón del Concejo und der Ruinen des Convento de San Francisco ist wie eine Zeitreise, die an das Leben in der Stadt über die Jahrhunderte hinweg erinnert.

Diese ruhige und beschauliche Stadt lässt sich gut auf einem Spaziergang entdecken. Die Stille und der Geruch nach Öl könnten dazu führen, dass sich Reisende in einer kleinen Industriestadt wähnen, obwohl Baeza eigentlich unvergleichliche Kultur zu bieten hat. Die einzigartige Architektur und die Kunstschätze inspirierten schon den berühmten spanischen Poeten Antonio Machado während seines siebenjährigen Aufenthalts als Französischlehrer an der weiterführenden Schule dort. Andere berühmte Bewohner der Stadt waren Johannes vom Kreuz und Argote de Molina, der erst Soldat war und dann Schriftsteller wurde. Die in goldenes Licht getauchten Gebäude inspirieren noch immer viele Menschen. Ein Spaziergang durch die Stadt gibt Reisenden einen Einblick in das Leben der Berühmtheiten, die der Stadt ihren Stempel aufgedrückt haben.

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Wegen seiner langen Geschichte funktioniert das Leben in Baeza immer noch nach dem Rhythmus der Jahreszeiten. Das Jahr ist geprägt von der traditionellen Osterwoche, während derer die ganze Provinz Jáen von religiöser Begeisterung erfüllt wird. In Baeza sind die Prozessionen etwas kleiner und intimer als in der Nachbarstadt Úbeda, zeigen dafür aber die Vorzüge und die Gastfreundlichkeit der Stadt. Ein weiterer wichtiger Termin im Jahresverlauf ist das Ende der Yedra-Pilgerfahrt im Herbst.

Außerhalb der Stadt befindet sich das Naturschutzgebiet Laguna Grande. Es hat nicht nur natürliche Schönheit zu bieten, sondern ist auch das größte Naturschutzgebiet der gesamten Provinz und hat eine große ökologische Bedeutung. Der See wird vom Torres gespeist und beherbergt zahlreiche Spezies, darunter viele Vögel. Ein lohnenswertes Ziel für alle Naturfans.