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Zurück zur Natur in Andalusien

Zurück zur Natur in Andalusien
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Reisenden mit Auslandswohnsitz, die die außergewöhnlichen Landschaften und die Tierwelt der Region entdecken möchten, bietet Andalusien eine kostenlose COVID-Versicherung für Aufenthalte vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 in jeder Art von reglementierter Unterkunft.

Schneebedeckte Berge, subtropische Strände, Wüsten voller Kakteen und grüne Wälder – Andalusien hat jede nur auszudenkende Landschaft zu bieten. Außerdem verfügt die Region über die meisten Naturschutzgebiete Spaniens, von denen jedes einen vollkommen einzigartigen Charakter aufweist.

Die reiche Vegetation besteht aus Wäldern mit Steineichen, Korkbäumen und Aleppo-Kiefern, die Haine aus Oliven-, Kirsch- oder Mandelbäumen flankieren. Die gegensätzlichen Landschaften sind der Artenvielfalt förderlich, zu der auch Luchse, Adler und Geier gehören.

Wanderern bietet sich eine breite Auswahl: vom bewaldeten Massiv der Montes de Málaga bis hin zur dramatischen Flussschlucht Despeñaperros. Obwohl die Strände der Region kein Geheimnis sind, sind Küstenabschnitte wie der Naturpark Estrecho eher unbekannt, der mit steilen Klippen, hügeligen Dünen und Unterwasserhöhlen aufwartet.

© Turismo Andaluz

Naturparks

In Andalusien befinden sich zwei von Spaniens beeindruckendsten Nationalparks: die Doñana, die zum Großteil in der westlichen Provinz Huelva liegt, und die Bergkette Sierra Nevada, die die Kulisse der zauberhaften Stadt Granada bildet. Weiter östlich liegt die außergewöhnliche Landschaft der Cabo de Gata in Almería.

Der Doñana-Park wurde 1969 zum Schutzgebiet erklärt und später zum UNESCO-Weltkulturerbe. Er ist vor allem für seinen Bestand an seltenen iberischen Luchsen und dem vom Aussterben bedrohten Kaiseradler bekannt. Die Marsche, Lagunen und Dünen der Doñana sind Heimat einer riesigen Vielfalt von Ökosystemen, in der sich 120 Vogelarten (mit Zugvögeln bis zu 300) und Tiere wie Rehe, Dachse, Wildschweine und Mungos ungefährdet frei bewegen können.

In den Sommermonaten, wenn sogar die Feuchtgebiete beginnen auszutrocknen, suchen viele Vogelarten im angrenzenden Park Brazo del Este Schutz und Wasser. Dieser Park ist eine flache Weite aus Feuchtgebieten, die durch die landwirtschaftlichen Veränderungen entstanden sind, die entlang des Flusses Guadalquivir vorgenommen wurden.

Im krassen Gegensatz dazu ist die Sierra Nevada (der Name bedeutet „schneebedeckte Bergkette“) für ihre hohen Gipfel bekannt und im Winter ein beliebtes Skigebiet. Dank Jahrtausende alter Wälder, einer Fülle von Schmetterlingen und Insekten – viele davon sind nur im Massiv zu finden – und über zweitausend verschiedenen Pflanzenarten ist sie auch ein Biosphärenreservat.

Das Cabo de Gata, nach dem dort anzutreffenden Achatgestein benannt, ist ein jenseitiges Gebiet aus schroffen vulkanischen Abhängen, steilen Klippen und Wüste mit dem geringsten Niederschlag in Europa. Von Filmemachern wie Sergio Leone für seine von Kakteen bewachsene Wildwestlandschaft geschätzt, umfasst der Park außerdem ein Meeresschutzgebiet von 120 Quadratkilometern, dessen Korallenriffe und Felsinseln sich durch eine hohe Zahl von Wildtieren auszeichnen.

© Turismo Andaluz

Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler

Weniger bekannt sind die kleineren Naturschutzgebiete der Region, die zwischen den östlichen und westlichen Grenzen des südlichen Spaniens verstreut sind und über eine große Vielfalt von geografischen und klimatischen Eigenschaften verfügen. Sie sind kleiner als die Nationalparks, dürfen häufig nur mit Genehmigung betreten werden und wurden gegründet, um empfindliche Ökosysteme zu schützen.

Häufig handelt es sich dabei um Lagunen, die von Feuchtgebieten umgeben sind, so zum Beispiel die Laguna de Fuente de Piedra, die für ihre salzhaltigen Untergründe bekannt ist und bereits seit der Römerzeit bis in die 1950er-Jahre als Salzmine genutzt wurde. Die früheren Deiche und Kanäle, die zu diesem Zweck errichtet wurden, sind heute Heimat großer Flamingokolonien und anderer Wasservögel.

Möwen, Wasserläufer und Rotschenkel sind auch am Punta Entinas-Sabinar zu Hause, einem halbtrockenen Ökosystem an der Westküste von Almería. Es setzt sich aus einer Mischung von Sandstränden, Marschen, Salzebenen und Dünen zusammen, die von mediterranen Büschen stabilisiert werden.

In jeder Provinz finden sich viele solcher Schutzgebiete wie auch sogenannte „Naturdenkmäler“ – Höhlen, Schluchten, Wasserfälle usw., die besonderen Schutz verdienen. Eines davon ist die 30 Meter hohe Düne am vom Wind gepeitschten Strand von Bolonia, ein weiteres die spektakuläre zwei Kilometer lange Cueva de los Murciélagos („Fledermaushöhle“) in der Provinz Córdoba.

© Turismo Andaluz

Vías verdes

Im Allgemeinen lässt sich die geografische Vielfalt Andalusiens für Besucher jedoch am besten anhand des Netzes aus „vías verdes“ (grüne Wege) entdecken. Es handelt sich dabei um frühere Eisenbahnstrecken, die in flache, breite Wege verwandelt wurden und auf denen Besucher die Landschaft zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden können.

Einige davon haben einen historischen Hintergrund, so etwa die frühere Strecke des Ölzugs, des Vía Verde de la Subbética. Sie ist 112 Kilometer lang und verläuft zwischen Olivenhainen und Weinbergen in den Süden der Provinz Córdoba, oder die Vía Verde de Riotinto, auf der einst die alten Minenzüge entlang des Flusses Tinto entlangfuhren.

Andere bieten hingegen einfach eine Möglichkeit, die Hügel und Flüsse, Wiesen und Obstgärten, Berge und Marsche zu erleben, die in dieser wunderschönen Region Spaniens anzutreffen sind.