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Anschlag in Kenia: Al-Shabaab-Miliz tötet gezielt Nicht-Muslime

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Anschlag in Kenia: Al-Shabaab-Miliz tötet gezielt Nicht-Muslime

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Kämpfer der radikal-islamischen Al-Shabaab-Miliz haben im Nordosten Kenias bei einem bewaffneten Überfall auf einen Reisebus 28 Nicht-Muslime getötet. Sie brachten den Bus in der Provinz Mandera unter ihre Kontrolle, fuhren einige Kilometer bis zur somalischen Grenze und erschossen dort jeden, der nicht aus dem Koran vorlesen konnte. Der Reisebus befand sich auf dem Weg in die kenianische Hauptstadt Nairobi.

Der Bruder eines Überlebenden berichtete: “Das Blut der Menschen, die sie erschossen haben, war überall. Mein Bruder lag in einer Lache – deswegen dachten die Milizen, dass sie ihn schon getötet hätten. Er ist so liegen geblieben und hat sich tot gestellt.” Drei weitere Insassen konnten sich retten, indem sie Verse aus dem Koran zitierten.

Ein Sprecher des Innenministeriums berichtete von Teilerfolgen in den Ermittlungen: “Wir haben eine Gegenoffensive unternommen. Wir konnten herausfinden, woher die Angreifer kommen und haben ihre Ressourcen zerstört. Wir werden weiter ermitteln, um sicherzustellen, dass die Verantwortlichen vor Gericht kommen.” Im Grenzgebiet zwischen Kenia und Somalia kommt es immer wieder zu tödlichen Anschlägen. Die Anhänger der Al-Shabaab-Miliz haben dort ein wichtiges Rückzugsgebiet. Die Leichen der Opfer wurden am Samstag in die kenianische Hauptstadt geflogen.