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Vor Gericht: Spanische Prinzessin begegnet Vorwürfen zum Steuerbetrug

Als erstes Mitglied der spanischen Königsfamilie muss sich die Infantin Cristina vor Gericht verantworten. In Palma de Mallorca wurde heute der

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Vor Gericht: Spanische Prinzessin begegnet Vorwürfen zum Steuerbetrug

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Als erstes Mitglied der spanischen Königsfamilie muss sich die Infantin Cristina vor Gericht verantworten.

In Palma de Mallorca wurde heute der Prozess gegen die Prinzessin, ihren Ehemann Iñaki Urdangarin sowie 16 weitere Angeklagte eröffnet.

Urdangarin ist einer der Hauptangeklagten in dem Verfahren. Die Staatanwaltschaft wirft dem ehemaligen Handballstar Unterschlagung öffentlicher Gelder in Millionenhöhe vor. Diese sollen aus einer gemeinnützigen Organisation stammen, der Urdangarin vorstand. Er muss sich unter anderem wegen Untreue, Steuerhinterziehung, Betrugs und Geldwäscherei verantworten. Ihm droht eine langjährige Haftstrafe

Cristina, die 50-jährige Tochter von Altkönig Juan Carlos ist wegen Beihilfe angeklagt. Sie war zwar ebenfalls Vorstandsmitglied der Hilfsorganisation, beteuert aber, nichts von den mutmaßlichen Machenschaften gewusst und in finanziellen Dingen vollkommen ihrem Mann vertraut zu haben. Ihre Anwälte wollen die Einstellung des Verfahrens beantragen.

Auch ihr Ehemann beteuert seine Unschuld. Der Prozess ist auf sechs Monate angesetzt.

Der Skandal hatte dem Ansehen der Monarchie in Spanien schweren Schaden zugefügt. Spaniens König Felipe nahm seinr Schwester den Fürstentitel ab. Sie darf sich seit Juni vergangenen Jahres nicht länger Herzogin von Palma de Mallorca nennen. Zu dem Prozess hüllt sich das Königshaus in Schweigen.