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Mazedonien schließt Übergänge nach Griechenland - 750 Flüchtlinge sitzen fest

Mazedonien hat erneut seine Grenze für aus Griechenland kommende Flüchtlinge geschlossen. Rund 750 Menschen sitzen bei winterlichen Temperaturen in

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Mazedonien schließt Übergänge nach Griechenland - 750 Flüchtlinge sitzen fest

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Mazedonien hat erneut seine Grenze für aus Griechenland kommende Flüchtlinge geschlossen. Rund 750 Menschen sitzen bei winterlichen Temperaturen in dem Ort Idomeni fest. Nur wenige von ihnen konnten in warmen Unterkünften einquartiert werden.

Die Grenze könnte künftig für viele Flüchtlinge der Endpunkt ihrer Reise werden, denn ab sofort treten dort neue Regeln in Kraft.

“Die Flüchtlinge müssen sich nun nicht nur registrieren und identifizieren”, so eine Sprecherin der Ärzte ohne Grenzen. “Sie müssen sich nun vor der Weiterreise auch bei der Polizei melden und das Ziel ihrer Reise angeben. Sie erhalten dann ein Papier, dass sie an der Grenze vorlegen müssen. Wenn dort nicht Deutschland oder Österreich als Zielort draufsteht, dürfen die Flüchtlinge nicht weiter. Selbst, wenn sie Syrer, Afghanen oder Iraker sind.”

Ungarn und Slowenien haben unterdessen den Bau eines Grenzzauns im Norden Griechenlands gefordert, so solle die Flüchtlingswelle gestoppt werden. Beide Länder werfen Griechenland vor, beim Schutz seiner Seegrenze versagt zu haben. Die Weiterreise der Flüchtlinge über die sogenannte Balkanroute müsse daher durch einen Grenzzaun verhindert werden.