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Japans Wirtschaft schrumpft - fundamental aber alles solide, so Regierungschef Abe

Japans Wirtschaft ist im Schlussquartal des vergangenen Jahres wegen der gedämpften Kauflaune der Verbraucher stärker als erwartet geschrumpft. Das

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Japans Wirtschaft schrumpft - fundamental aber alles solide, so Regierungschef Abe

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Japans Wirtschaft ist im Schlussquartal des vergangenen Jahres wegen der gedämpften Kauflaune der Verbraucher stärker als erwartet geschrumpft.

Das Bruttoinlandsprodukt fiel von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 1,4 Prozent, so Zahlen der Regierung. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 1,2 Prozent gerechnet. Offenbar fruchten die Anreize der japanischen Regierung zur Ankurbelung des Konsums bislang nicht: Die Ausgaben der Privathaushalte, die 60 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen, gingen um 0,8 Prozent zurück. Exporte in Schwellenländer konnten das nicht ausgleichen.

Die enttäuschenden Daten untergraben die «Abenomics» genannte Wirtschaftspolitik von Ministerpräsident Shinzo Abe, der eigentlich Inflation und Wachstum ankurbeln will.

Japans wirtschaftliche Fundamentaldaten seien weiterhin solide, so Abe. Die Anleger sollten nicht so nervös auf die täglichen Kursschwankungen am Aktienmarkt reagieren.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte gewann 7,16
Prozent. Dazu trugen nicht nur positive Vorgaben der Wall Street und gute Konjunkturdaten aus den USA bei, sondern auch Erwartungen am Markt, dass die Bank von Japan die geldpolitischen Zügel angesichts der miesen Daten abermals lockern könnte. Erst kürzlich hatte sie Negativzinsen von minus 0,1 Prozent beschlossen. Geschäftsbanken sollen – ähnlich wie bereits in der Eurozone – so davon abgehalten werden, große Mengen an Geld bei der Notenbank zu parken, anstatt sie als Kredite für Investitionen an Unternehmen zu vergeben.

su mit Reuters, dpa