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IWF: "Der "Brexit" hat einen Strich durch die Rechnung gemacht"

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IWF: "Der "Brexit" hat einen Strich durch die Rechnung gemacht"

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Die Entscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen, bremst auch die Weltwirtschaft. Der Internationale Währungsfonds (IWF) korrigierte seine jüngste Wachstumsprognose vom April nochmal leicht nach unten. Plus 1,3 Prozent sollen es 2017 in Großbritannien werden, 0,9 Punkte weniger als im April-Weltwirtschaftsausblick geschätzt.

Maurice Obstfeld, IWF-Chefvolkswirt:

“Ab 22. Juni waren wir bereit, unsere Wachstumsprognosen bis Ende 2017 leicht anzuheben. Aber der “Brexit” hat einen Strich durch die Rechnung gemacht.”

Der Fonds geht jetzt von einem weltweiten Wirtschaftswachstum
von 3,1 Prozent im laufenden Jahr und von 3,4 Prozent im kommenden
Jahr aus. Es habe in der ersten Jahreshälfte ermutigende Signale
gegeben, die Volkswirtschaften in den EU-Ländern und Japan seien stärker als erwartet gewachsen.

Maurice Obstfeld, IWF-Chefvolkswirt:

“Es wichtig, klarzustellen, dass die realen Auswirkungen des Brexit erst nach und nach zu Tage treten, vielleicht über viele Monate. Jedenfalls trägt er zur wirtschaftlichen und politischen Unsicherheit bei, die über einen langen Zeitraum bewältigt werden muss.”

Der IWF hatte schon vor dem “Brexit”-Votum starke Bedenken gegen einen EU-Austritt geäußert.

su mit dpa

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