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Widerstand in Ost-Aleppo schwindet

Die Kriegsparteien werfen sich gegenseitig die Tötung von Zivilisten in den Rebellengebieten vor. In einigen Berichten ist von Exekutionen die Rede.

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Widerstand in Ost-Aleppo schwindet

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Die Situation der Zivilisten in den kurz vor dem Fall stehenden Rebellengebieten in Ost-Aleppo scheint immer verzweifelter zu werden. Nach Angaben der Vereinten Nationen töteten Regierungstruppen und verbündete Milizen bei der Eroberung mehrerer Stadtviertel am Montag 82 Zivilisten. Zuvor hätten Rebellengruppen wie Jabhat Fatah al-Sham eine unbekannte Zahl von Zivilisten umgebracht, die die Widerstandskämpfer zum Verlassen ihrer belagerten Nachbarschaften aufgefordert hatten.

Mehrere Medien berichteten über Exekutionen von Zivilisten

_Über Twitter und soziale Medien versandten viele Bewohner von Ost-Aleppo Abschiedsbotschaften. Deren Authentizität kann nicht überprüft werden.

Bei ihrem Vormarsch auf die letzten verbliebenen Stellungen der Rebellen scheinen die regierungstreuen Milizen kaum noch auf Gegenwehr zu stoßen. Wie viele Kämpfer sich ihnen entgegenstellen, ist nicht bekannt. Die Vereinten Nationen gingen am Dienstag von insgesamt bis zu 100.000 noch in Ost-Aleppo verbliebenen Menschen aus. Unterschiedlichen Medienberichten zufolge kontrollieren die Rebellen nur noch maximal zwei oder drei Prozent ihrer bisherigen Gebiete.