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Kein "Brexit"-Kater bei der britischen Industrie


Wirtschaft

Kein "Brexit"-Kater bei der britischen Industrie

Die britische Wirtschaft hat sich offenbar weit besser gehalten als viele Ökonomen im Anschluss an die “Brexit”-Abstimmung im Juni befürchtet hatten – die Konsumenten konsumieren unverdrossen, viele Unternehmen laufen gut.

Das Industriewachstum erreichte im Dezember ein zweieinhalbjähriges Hoch, angeheizt durch neue Aufträge aus dem In- und Ausland – heißt: 2016 nahm für die Wirtschaft offensichtlich ein gutes Ende.

Der Markit /CIPS Einkaufsmanagerindex für die Industrie (PMI) stieg von 53,6 im November auf 56,1 Punkte, unerreicht seit Juni 2014. Das hatte von den Experte in einer Reuters-Umfrage keiner auf dem Schirm – sie tippten auf einen Rückgang (53,1 Punkte).

“Mehr Wettbewerbsfähigkeit wegen des schwachen Wechselkurses ist zweifellos ein wichtiger Anschub für den jüngsten Turnaround, und der heimische Markt tut auch seinen Teil dazu”, sagte Rob Dobson, leitender Volkswirt bei IHS Markit.

Mit den Auftragsbüchern wuchs wegen des schwachen Pfundes aber auch der Kostendruck – was im Lauf des Jahres mehr und mehr in die Verbraucherpreise einfließen dürfte.

IRLAND

Auch in Irland – es gilt als das am stärksten den “Brexit”-Risiken ausgesetzte EU-Mitglied – zog der Investec Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Dezember an, den dritten Monat in Folge – von 53,7 Punkten im November auf 55,7. Macht den 43. aufeinanderfolgenden Monat über der Wachstumsschwelle 50.

su mit Reuters

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