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"Es gibt kein Essen" - Venezolaner fliehen nach Brasilien


Venezuela

"Es gibt kein Essen" - Venezolaner fliehen nach Brasilien

In Venezuela treiben die Wirtschaftskrise und damit verbundene Lebensmittel-Knappheit hunderttausende Menschen auf die Straße. Sie protestieren gegen das sozialistische Regierungssystem und Präsident Nicolás Maduro.
Der drohende Zerfall des Landes ist für viele Venezolaner Grund zur Flucht. Zehntausende Menschen haben den fast bankrotten Staat schon verlassen, die meisten fliehen ins benachbarte Brasilien.

Der Grenzort Pacaraima im Norden Brasiliens ist eine der ersten Stationen für viele Venezolaner. Viele der Migranten kampieren hier im Freien, schlafen in Hauseingängen oder auf den Straßen.

Das niederländische Fernsehen hat den Ort besucht und mit Migranten gesprochen. Eine Frau erzählt: “Hier gibt es all die Dinge, die man in Venezuela nicht bekommt. Essen zum Beispiel. Das ist das Wichtigste. In Venezuela gibt es kein Essen.”

Viele Brasilianer möchten helfen, doch auch ihr Land steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise. “Ein paar Leute verteilen Essen. Manche bringen abends Suppe vorbei”, berichtet der stellvertretende Bürgermeister des Ortes. “Aber das ist nicht genug für alle, für ein menschenwürdiges Leben. Unser Ort hat nicht genug Geld, um diese Menschen zu unterstützen.”

Besonders groß ist der Bedarf an medizinischer Hilfe. Der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge sind 80 Prozent der Patienten im örtlichen Krankenhaus Venezolaner.


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