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Anschlag in Paris: Suche nach möglichen Komplizen


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Anschlag in Paris: Suche nach möglichen Komplizen

Nach dem tödlich verlaufenen Angriff auf Polizisten in Paris fahnden die Ermittler nach einem möglichen Komplizen des Attentäters. Die belgischen Behörden hatten ihre französischen Kollegen zuvor auf eine Person aufmerksam gemacht, die mit dem Angriff in Verbindung stehen könnte. Der Mann hat sich nach Angaben des französischen Innenministeriums am Freitagmorgen der Polizei im belgischen Antwerpen gestellt. Die belgische Staatsanwaltschaft gab inzwischen bekannt, der Mann habe nach wohl doch keine Verbindung zu der Tat.

Mit Blick auf die Sicherheitslage in Frankreich kurz vor den anstehenden Präsidentschaftswahlen trat in Paris am Freitag das Sicherheitskabinett zusammen. “Im Laufe der nächsten Tage werden mehr als 50.000 Polizisten eingesetzt werden, um den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl zu garantieren. Nichts darf diesen grundlegenden Vorgang der Demokratie unseres Landes behindern”, so Ministerpräsident Bernard Cazeneuve.

Nach dem Attentat vom Donnerstagabend durchsuchten Einsatzkräfte der Polizei die Wohnung des getöteten Tatverdächtigen in Chelles östlich von Paris. Beamte nahmen drei Mitglieder seiner Familie fest, so die Behörden. Es handele sich um das klassische Vorgehen in solchen Fällen, hieß es. Die Einschätzung eines Nachbarn, der seinen Namen nicht nennen wollte: “Er war ein ziemlicher Einzelgänger. Vielleicht war er schizophren, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist anständig mit den Menschen umgegangen. Um so etwas zu tun, muß er vorher verrückt geworden sein.”

Bei dem Angriff mit einer automatischen Schusswaffe auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Élysées war am Donnerstagabend ein Polizist getötet worden. Seine Kollegen erschossen den Angreifer, einen 39-jährigen Franzosen.


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