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Jemen: WHO fordert schnelle humanitäre Hilfe


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Jemen: WHO fordert schnelle humanitäre Hilfe

Nachdem die Zahl der Cholera-Opfer im Jemen stark ansteigt, fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schnelle humanitäre Hilfe für das Land.
Nach Angaben des jemenitischen Gesundheitsministeriums sind 19 von 22 Provinzen betroffen.

“Die sanitären Bedingungen im Jemen sind schlecht, besonders nach dem Ausbruch der zweiten Cholera-Epidemie. Die erste Epidemie hat im Oktober 2016 begonnen, die hatten wir im Februar diesen Jahres unter Kontrolle. In vier Monaten hat es 26.000 Fälle gegeben. Der jüngste Ausbruch der Epidemie begann am 27. April. Am 24. Mai, ist die Zahl der registrierten Fälle auf über 38.000 angestiegen. Es handelt sich um eine sehr ernste Situation, die Krankheit verbreitet sich in unvorgesehenen Ausmaß.”, sagt Dr. Omar Saleh, Nothilfe-Gesundheitskoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Mehr als 50.000 Fälle wurden bislang registriert, 478 Menschen starben bereits an den Folgen der Cholera.

67 Tonnen medizinische Geräte und Medikamente hat die WHO erst kürzlich in das völlig verarmte Land gebracht, doch das reicht kaum für das Nötigste.

Im Jemen herrscht seit zwei Jahren Bürgerkrieg. Das Gesundheitssystem ist kollabiert, nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 55 Millionen US-Dollar nötig, um die erkrankten Personen zu behandeln und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.