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AIMAG: Langstreckenläuferin Tegla Loroupe betreut Flüchtlingsteam

Zum ersten Mal nimmt an den Asiatischen Hallen- und Kampfsport-Spielen in Asgabat ein Flüchtlingsteam teil. Die kenianische Langstreckenläuferin Tegla Loroupe ist Trainer und Mentor der Mannschaft.

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AIMAG: Langstreckenläuferin Tegla Loroupe betreut Flüchtlingsteam

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Zum ersten Mal nimmt an den Asiatischen Hallen- und Kampfsport-Spielen ein Flüchtlingsteam teil. Die fünf Athleten kommen ursprünglich aus dem Südsudan, jetzt leben sie in Kenia.

Die kenianische Langstreckenläuferin Tegla Loroupe ist Trainer und Mentor der Mannschaft. Seit ihrem siebten Lebensjahr musste sie täglich 20 Kilometer laufen. Es war die einzige Möglichkeit zur Schule zu kommen:

“Nichts ist unmöglich und der Sport ist ein Schlüssel dafür. Sport kann den Flüchtlingen helfen, ihr Trauma zu überwinden. Ich möchte, dass sie ein besseres Leben haben, dass sie eine Ausbildung bekommen und natürlich das sie Medaillen gewinnen. Sie gehen jetzt zur Schule. Sie sollen die Balance zwischen Bildung und Sport erreichen”.

Tegla Loroupe rekrutierte ihr Team in einem Flüchtlingslager in Kenia. Unterstützt von der UN-Flüchtlingsagentur konnten die Athleten in Nairobi trainieren. Dazu Gai Nyang Tap:

“Flüchtlinge sind keine Kriminellen, keine schlechten Menschen. Die Gewalt hat Flüchtlinge aus Ihnen gemacht. Der Sport ist ein Symbol für den Frieden”.

Medaillen konnte das Team in Asgabat nicht gewinnen. Wichtig war für die Athleten die Teilnahme und die friedliche Atmosphäre unter den Athleten:

“Ich habe hier Freude gefunden. Ich kenne ihre Namen, sie kennen mich. Mein Traum ist, wenn ich Erfolg habe, auch anderen Flüchtlingen zu helfen”.

Tegla Loroupe kämpft weiter für ihre Athleten. Ihr größter Traum ist es, ihnen die Rückkehr in die Heimat zu ermöglichen, um dort als Botschafter des Friedens zu wirken und Erfolge im Sport zu feiern.