Eilmeldung
This content is not available in your region

Erschütterungen und Wandel: Was die einen verunsichert, sehen andere als Chance

euronews_icons_loading
Erschütterungen und Wandel: Was die einen verunsichert, sehen andere als Chance
Copyright  euronews   -   Credit: Dubai Tourism
Schriftgrösse Aa Aa

In dieser Folge von Business Line geht es um folgende Themen: Künstliche Intelligenz und Big Data verursachen einen beispiellosen Wandel im Gesundheitssektor; wie sich das Coronavirus auf den chinesischen Aktienmarkt auswirkt und der Elektrofahrzeugmarkt in Indien.

Das Coronavirus erschüttert den Aktienmarkt

Die Ausbreitung des Coronavirus aus der chinesischen Stadt Wuhan in Dutzende Länder hat weltweit Besorgnis ausgelöst und den chinesischen Aktienmarkt erschüttert. Doch was die einen verunsichert, sehen andere als Chance: "Wer in Märkte investiert, kann mit einer Krise konfrontiert werden, die diesen Markt erschüttert", sagt Domenico Ferrini, Chef-Investementmanager, Investec Asset Management. "Aber die Geschichte zeigt, dass solche Momente auch gute Gelegenheiten für Investitionen bieten. Und der chinesische Markt bietet gerade eine wunderbare langfristige Investitionsmöglichkeit."

Und nicht nur die gesundheitlichen Auswirkungen werden bekämpft: Unter anderem hat die Chinesische Volksbank Mitte Februar die Liquidität der Märkte gestärkt. Ein Schritt, der von Investoren und dem Internationalen Währungsfonds begrüßt wurde: "Das wahrscheinlichste Szenario, von dem wir immer noch ausgehen, ist ein V-förmiger Verlauf, mit einem anfangs erheblichen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten, gefolgt von einem schnellen und wirksamen Wiederaufschwung", so Kristalina Georgieva, geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds.

Und auch die Botschaft der Weltgesundheitsorganisation ist klar: Krisen wie diese sollten "Solidarität statt Stigmatisierung" bewirken.

KI und Big Data revolutionieren den Gesundheitssektor

Im Gesundheitssektor ist ein beispielloser Wandel im Gange, der durch künstliche Intelligenz und Big Data vorangetrieben wird. Fast jede Tätigkeit von Operationen bis zur Verwaltung ist davon betroffen. Euronews hat sich auf der "Arab Health 2020" über die neuesten Trends informiert. 55.000 Besucher aus 159 Ländern besuchten die Gesundheitsmesse in Dubai.

"Hier findet man die neueste Technologie, Ausstattung, von der man ins Träumen kommt und dazu Seminare und Ausbildung", schwärmt Sherif Beshara, Gruppen-Geschäftsführer, American Hospital in Dubai.

Und Elie Chaillot, Präsident und Geschäftsführer östliche Wachstumsmärkte, General Electric Healthcare, sagt: "Fast die Hälfte unserer Forschung und Entwicklung geht in digitale und künstliche Intelligenz. Künstliche Intelligenz arbeitet viel schneller als das menschliche Gehirn, um all die Erkenntnisse aufzunehmen, sie zu verarbeiten und sicherzustellen, dass wir aus diesen Daten etwas machen. Es gibt eine Menge Daten. Sie nicht zu verwenden, ist eine Verschwendung. Mit künstlicher Intelligenz versucht man sicherzustellen, dass die Datenverwendung dem Patienten zugutekommt. Es geht um Präzisionsmedizin,um das Ergebnis zu steuern, um das klinische Ergebnis und um den Betreuern zu dienen, um Zeit und Warteschlangen und auch um Kosten zu sparen, denn Untersuchungen müssen nicht wiederholt werden."

Gezeigt werden neueste Trends wie robotergestützte Chirurgie.

Elektro-Fahrzeuge: ein riesiger Markt in Indien?

Autos, Busse, Fahrräder und Rikschas: Indiens größte Auto-Messe setzte dieses Jahr auf Elektrofahrzeuge. Zwar haben sich bisher wenige Inder für die teuren batteriebetriebenen Fahrzeuge entschieden, aber Hersteller gehen von einem riesigen Markt aus.

Indische Autohersteller setzen auf umweltfreundliche Elektroautos in einem Markt, der von mangelnder Infrastruktur und Preissensibilität beeinflusst wird. Auf der "Auto Expo 2020" in Neu-Delhi hatte fast jeder Autohersteller eine Auswahl an batteriebetriebenen Fahrzeugen im Angebot. Die indische Regierung hat Fristen gesetzt: Bis 2023 müssen dreirädrige Fahrzeuge elektrisch betrieben werden, und bis 2025 sollen zweirädrige Roller folgen. Gute Nachrichten für Unternehmen, die sich auf die Umstellung vorbereiten: : "Jetzt stellen wir auf einen völlig anderen Antrieb um, auf den batteriebetriebenen Elektroantrieb. Meiner Meinung nach wird sich dieser Markt in Indien sehr schnell entwickeln. Ich gehe davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren etwa 25 bis 30 Prozent der gesamten Fahrzeuge elektrisch betrieben werden", so Deb Mukherji, Geschäftsführer Omega Seiki Mobility.

Doch nicht alle Prognosen sind so optimistisch: Laut einem Bericht der unabhängigen Rating-Agentur ICRA Limited werden bis 2025 nur drei bis fünf Prozent der indischen Personenfahrzeuge elektrisch betrieben werden, da die Preise hoch sind und die öffentliche Ladeinfrastruktur unzureichend ist.