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Kurash: uralter asiatischer Volkssport in modernem Gewand

Kurash
Kurash   -   Copyright  KFU

Kurash ist eine der ältesten volkstümlichen Wrestling-Arten der Welt. Recherchen zufolge entstand die Disziplin vor mehr als 3.500 Jahren im heutigen Usbekistan.

„Kurash“ bedeutet auf Usbekisch „ein Ziel auf ehrliche Weise erreichen“. In der Vergangenheit wurde die Kampftechnik genutzt, um die Bevölkerung während Kriegen zu schützen. Männer präsentierten ihre Kurash-Fertigkeiten bei Hochzeiten, an Feiertagen und während regionaler und nationaler Feierlichkeiten. Der Kampfsport wird in mehreren literarischen und historischen Quellen erwähnt.

Technik, Tradition, Regeln und Philosophie des Kurash-Wrestling wurden in Zentralasien mündlich von Generation zu Generation weitergegeben, vom Vater zum Sohn. 1990 wurde zum ersten Mal versucht, dieses Wissen zusammenzufassen und in Schriftform zu bringen.

Davor galt Kurash nicht als unabhängige sportliche Disziplin mit eigenen Regeln und Anforderungen. Viele Sportler aus Asien, die Kurash in der Kindheit lernten, probierten später andere Sportarten aus und entwickelten sich zu international erfolgreichen Athleten.

Auch Komil Yusupov, Begründer des modernen Kurash, ist diesen Weg gegangen. Der usbekische Sportler war internationaler Sambo- und Judo-Champion und Mitglied des olympischen Judoteams der ehemaligen Sowjetunion. 

© KFU
Komil Yusupov© KFU

1980 trat Yusupov nach dem Tod seiner Mutter und einigen gesundheitlichen Problemen von den Olympischen Spielen in Moskau zurück, bei denen er klarer Favorit war.

Da er seine eigene Karriere als Profisportler nicht fortsetzen konnte, richtete er all seine Energie darauf, Kurash-Wrestling als internationale Sportart und olympische Disziplin zu etablieren.

Zu diesem Zweck hat er einen Satz Regeln für Kurash-Wrestling verfasst, nachdem er zuvor die Regeln mehrerer sportlicher Disziplinen, die ins Programm der Olympischen Spiele aufgenommen wurden, analysiert hatte. Mit dieser Initiative brachte Yusupov die jahrtausendealte Tradition des Kurash mit den heutigen sportlichen Anforderungen in Einklang.

Er führte das Konzept der Gewichtsklasse ein, spezifizierte Bewegungen, schlug eine auf 14 usbekischen Worten basierende Terminologie vor und legte die Kampfdauer fest. Außerdem wurden Uniformen für Athleten und Kampfrichter designt – ein wichtiges Element jeder modernen Sportart.

1992 fand der erste internationale Kurash-Wettbewerb um den Preis des Präsidenten der Republik Usbekistan statt. Die Veranstaltung wurde vom Präsidenten Usbekistans persönlich unterstützt und dem berühmten mittelalterlichen Feldherren Amir Temur gewidmet. Bisher gab es über 300 internationale Wettbewerbe an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt. In Afrika, Europa, Asien, Ozeanien und Amerika werden außerdem regelmäßig kontinentale Kurash-Wettkämpfe veranstaltet.

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Kurash© KFU

Am 6. September 1998 fand in Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans, ein internationaler Kongress mit Teams aus 28 Ländern statt – eine Veranstaltung, die ohne Komil Yusupovs Einsatz nicht denkbar gewesen wäre. Auf dem Kongress wurde der einstimmige Entschluss gefasst, Yusupovs persönliche Initiative zu unterstützen und die „International Kurash Organisation“ zu gründen. Außerdem wurden die internationalen Regeln für den Kurash-Sport genehmigt. Dieser Tag markiert für die Fans des Sports die Transformation des Kurash von volkstümlicher zu neuer internationaler Sportart.

Seit 1998 wurden Kurash-Konföderationen auf fünf Kontinenten (Afrika, Amerika, Europa, Asien und Ozeanien) sowie 136 nationale Kurash-Föderationen gegründet.

2003 markierte die offizielle Anerkennung der Disziplin als asiatische Sportart – sie wurde nun bei allen kontinentalen asiatischen Wettkämpfen einbezogen, darunter die Sommer-Asienspiele, die Strand-Asienspiele und die Asiatischen Hallen- und Kampfsportspiele.

Aktuelles Ziel ist die Aufnahme des Kurash-Wrestling in das Programm der Europaspiele, der Islamischen Spiele der Solidarität und vor allem der Olympischen Sommerspiele.