Prix Versailles kürt die schönsten Museen der Welt 2026
Der renommierte Architekturpreis Prix Versailles veröffentlicht die Liste der schönsten Museen für 2026. Nur ein europäisches Haus ist dabei.
Es geht nicht nur darum, Schönheit zu beherbergen. Diese Orte sollen selbst innen wie außen schön sein.
Der renommierte Architekturpreis Prix Versailles hat seine Liste der schönsten Museen der Welt für das Jahr 2026 vorgestellt.
Auf der Auswahlliste stehen nur sieben Museen, darunter nur ein Museum aus Europa. Weiter unten erfahren Sie, welches es ist.
Zur Auswahl sagt Jérôme Gouadain, Generalsekretär des Prix Versailles: „Die Liste der schönsten Museen der Welt 2026 zeichnet sich durch die Qualität ihrer architektonischen Konzepte und Inszenierungen aus. Sie verleiht den Orten eine außergewöhnliche erzählerische Kraft. Gemeinsam zeigen diese Museen beispielhaft, wie sich Stärke und Können durch Harmonie, Sensibilität und das Teilen von Wissen offenbaren können.“
Er ergänzt: „Wir hoffen, dass diese Orte nicht nur ihre Besucher empfangen, sondern allen, die sich für das Gemeinwohl der Menschheit einsetzen, als Inspirationsquelle dienen.“
Lassen Sie den Blick über die diesjährigen Preisträger schweifen:
Zayed National Museum
Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate
Entworfen von: Norman Foster
Science & Technology Museum
Shenzhen, China
Entworfen von: Zaha Hadid Architects
Xuelei Fragrance Museum
Guangzhou, China
Entworfen von: Shenzhen Huahui Design
MoN Takanawa: The Museum of Narratives
Tokio, Japan
Entworfen von: Kengo Kuma
National Medal of Honor Museum
Arlington, Vereinigte Staaten
Entworfen von: Rafael Viñoly
Islamic Civilization Center
Taschkent, Usbekistan
Entworfen von: Shavkat Mirziyoyev
Und das einzige EU-Museum auf der Liste für 2026:
Lost Shtetl Museum
Šeduva, Litauen
Entworfen von: Rainer Mahlamäki
Auf Jiddisch bedeutet „Schtetl“ „Kleinstadt“. So bezeichneten Juden ihre lokalen Gemeinden.
Das Lost Shtetl Museum, auch Šeduva Jewish Museum genannt, ist ein privat getragenes, gemeinnütziges Museum zur jüdischen Geschichte.
Anhand von Geschichten aus Šeduva erzählt das Museum das Leben und die Traditionen der jüdischen Familien, die in der Stadt in der Bezirksgemeinde Radviliškis lebten.
Der finnische Architekt Rainer Mahlamäki, der zuvor bereits das POLIN Museum der Geschichte der polnischen Juden entworfen hat, arbeitete eng mit Enea Landscape Architecture zusammen. Gemeinsam entwickelten sie ein einheitliches Ensemble, dessen „dynamische Dachlandschaft die Silhouette eines kleinen Dorfes“ heraufbeschwört.
Die Anlage ist als Gruppe „einzelner Häuser“ konzipiert. Jedes Haus steht für ein eigenes Kapitel der Ausstellung und funktioniert wie ein eigenständiger Ausstellungsraum. Das Museumsgebäude von „The Lost Shtetl“ umfasst mehr als 3.400 Quadratmeter.
Direkt neben dem Museum schließt sich der Memorial Park an. Er versteht sich als Erweiterung dieses lebendigen Erinnerungsortes.
Drei der sieben Museen auf der diesjährigen Liste erhalten zusätzlich einen Welttitel des Prix Versailles für Innen- oder Außenarchitektur. Die Auszeichnungen will die Jury bis Ende dieses Jahres bekanntgeben.