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Esports - die derzeit profitabelste Form der Unterhaltung in der Welt

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Von Natalie Lindo, Sabine Sans
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Esports - die derzeit profitabelste Form der Unterhaltung in der Welt
Copyright  euronews   -   Credit: Dubai

Esports hat sich zu einem globalen Phänomen entwickelt, das im Nahen Osten einen Wert von etwa 710 Millionen Euro hat. In dieser Target-Folge sprechen wir mit Spielern, Trainern und professionellen Teams, die den Sport in Dubai weiterentwickeln.

Esports ist derzeit die profitabelste Form der Unterhaltung in der Welt, mit einem Wert von 121 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Gaming bietet enorme finanzielle Gewinnmöglichkeiten. Man geht davon aus, dass die Branche in den Staaten des Golf-Kooperationsrats bis Ende dieses Jahres 710 Millionen Euro erreichen wird.

Gaming in der Gemeinschaft

Aber nicht jeder ist wegen des Geldes dabei: "Ich fing ungefähr mit 14 Jahren mit dem Spielen an, als mein Bruder mich in das Online-Gaming einführte und es mich in seinen Bann zog", erzählt Hanna 'Zahlyn' Öberg, Gamerin und Twitch-Streamerin. "Wenn ich jetzt streame, während ich spiele, dann habe ich eine Kamera an, die mein Gesicht filmt. Ich verfolge auch den Chat mit Leuten, die mir beim Spielen zuschauen, und meinen Kamera-Feed."

Es hat Jahre gedauert, bis Gaming als Sport anerkannt wurde, aber seine Beliebtheit sowohl bei den Gamern als auch bei den Fans hat zu einem weltweiten Erfolg geführt, mit Millionen von Zuschauern bei großen Turnieren auf Streaming-Plattformen wie Twitch und YouTube Gaming. Klaus Kajetski Gründer & CEO von Yalla Esports meint:

"Die Profi-Gaming-Karriere ist eigentlich ziemlich kurz, mit 20 Jahren ist man fast schon zu alt, um ein professioneller Gamer zu sein. Aber man kann dann Trainer oder Analyst werden, wir stellen sicher, dass es auch nach dieser kurzen Profikarriere eine Karriere gibt."

Um dem Wachstum Rechnung zu tragen, hat das globale Rundfunk-, Medien- und Satellitenunternehmen Cabsat einen Esports-Congress in Dubai veranstaltet, den ersten seit zwei Jahren. Dort werden Monetarisierungsmodelle für Esports vorgestellt. Man will einen Marktplatz mit einem internationalen Netzwerk schaffen.

Wie zum Beispiel "Zone", eine dezentralisierte Gaming-Plattform, die es einem ermöglicht, seine Fähigkeiten in Spielen zu testen, die man bereits spielt: "Das Spiel kann Schach sein, oder Fifa oder Valorant", erklärt Adi K Mishra, Gründer & CEO von Zone. "Wir fügen diesen Spielen eine Blockchain hinzu, damit kann man Freunde auf der ganzen Welt herausfordern."

Wichtig sind nicht nur die Preisgelder, sondern auch die Titel

Die zunehmende Nutzung von Smartphones zum Online-Spielen ist ebenfalls ein Schlüsselfaktor, der das Wachstum des Marktes weltweit antreibt. Klaus Kajetski sagt:

"Die Preisgelder sind natürlich die finanzielle Belohnung, aber ich würde sagen, dass es vielen Spielern eher um die Trophäe, den Titel geht, also darum, dass man der Champion ist. Vor kurzem hat unser PUBG mobile Team ein Turnier mit 150.000 Dollar gewonnen."

Viele der Esports-Teams in Dubai konzentrieren sich darauf, das Potenzial aufstrebender professioneller Spieler, Caster, Analysten und Kommentatoren zu erschließen.

Aber letztendlich ist der Erfolg von Esports auf die Fans und die Gemeinschaft zurückzuführen, die sich um das Spiel herum entwickelt hat, so Hanna ‘Zahlyn’ Öberg:

"Gaming bringt viele Menschen zu einem Thema oder einer Aktivität zusammen, was sie gemeinsam haben. Das baut eine Gemeinschaft, eine Verbindung auf, die mir sehr viel bedeutet."

Der Nahe Osten ist einer der am schnellsten wachsenden Gaming-Märkte weltweit, mit Teams und Fans, die den Sport vorantreiben.