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Israelischer Artillerieangriff auf Südlibanon: Spanischer UN-Soldat getötet

Beim Beschuss des Südlibanons durch israelische Artillerie ist am Mittwoch ein UN-Blauhelm getötet worden.

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Israelischer Artillerieangriff auf Südlibanon: Spanischer UN-Soldat getötet

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Beim Beschuss des Südlibanons durch israelische Artillerie ist ein UN-Blauhelm getötet worden. Libanesischen Medien zufolge handelt es sich um einen spanischen Soldaten. Die UN-Friedenstruppe bestätigte lediglich den Tod eines ihrer Soldaten. Die genauen Umstände seien Gegenstand einer Untersuchung, erklärte eine UN-Sprecherin.

Nach einem Raketenangriff der Hisbollah auf eine Streife der israelischen Armee bei den umstrittenen Scheba-Farmen, hatte israelische Artillerie den Südlibanon beschossen. Bei dem Hisbollahangriff waren zwei israelische Soldaten getötet und sieben verletzt worden.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drohte bei einem Besuch in Sderot: “Ich schlage vor, dass die, die uns an unserer Nordgrenze herauszufordern versuchen, sich einmal anschauen, was unweit von Sderot im Gazastreifen passiert ist”, sagte Netanjahu.

Die Hisbollah erklärte bei dem Angriff handele es sich um einen Vergeltungsakt für den israelischen Luftangriff auf einen Konvoi der Hisbollah bei Kuneitra in Syrien. Dabei waren vor zehn Tagen ein General der iranischen Revolutionsgarden und ein hoher Hisbollah-Kämpfer getötet worden. Der Angriff hat die angespannte Lage im Nahen Osten erheblich verschärft.

Am Mittwochmorgen hatte die israelische Luftwaffe Stellungen der syrischen Artillerie beschossen, nachdem am Dienstag zwei Raketen auf den Golanhöhen eingeschlagen waren. Sie waren aus Syrien abgefeuert worden. Daraufhin hatte Israel das Ski-Gebiet am Mount Hebron und bereits am Dienstag syrisches Gelände mit Artillerie beschossen.