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Student soll in Paris Anschläge auf Kirchen geplant haben

Die französische Polizei hat in Paris einen Mann verhaftet, dem vorgeworfen wird, Anschläge auf Kirchen vorbereitet zu haben. Die Behörden prüfen

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Student soll in Paris Anschläge auf Kirchen geplant haben

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Die französische Polizei hat in Paris einen Mann verhaftet, dem vorgeworfen wird, Anschläge auf Kirchen vorbereitet zu haben.

Die Behörden prüfen zudem, ob der 24-jährige Informatikstudent in den Mord an einer Frau verwickelt ist, die am Sonntag in einem Vorort von Paris tot aufgefunden wurde. Im Auto der 32-Jährigen entdeckten die Ermittler DNA-Spuren des Studenten. An diesem Mittwoch wurde eine Person aus dem Bekanntenkreis des 24-Jährigen verhaftet.

“Bei der Durchsuchung der Wohnung des Studenten wurden drei Kalaschnikow-Gewehre, ein leeres Magazin, drei leere Munitionsgürtel, kugelsichere Westen, Körperpanzer, Polizeiarmbänder, Sicherheitswesten, Kameras, ein Computer, eine Festplatte, 2000 Euro in bar, Mobiltelefone, SIM-Karten und Dokumente in arabischer Sprache gefunden, in denen die Terrororganisationen Al-Kaida und IS erwähnt werden”, so der zuständige Staatsanwalt Francois Molins.

Bewacht von Sicherheitskräften liegt der Tatverdächtige derzeit in einem Pariser Krankenhaus. Aufgrund einer Schusswunde am Bein hatte der 24-Jährige einen Krankenwagen gerufen. Die Sanitäter wurden von Polizisten begleitet, die einen Blick ins Auto des Studenten warfen und dort Waffen entdeckten. Wie er sich die Verletzung zuzog, ist noch unklar.

Nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve war der 24-Jährige den französischen Sicherheitsorganen bekannt – er wurde verdächtigt, in den Krieg in Syrien ziehen zu wollen. In diesem und im vergangenen Jahr war er überprüft worden, ohne dass Erkenntnisse gewonnen wurden, die weitere Schritte erforderlich machten, so Cazeneuve.