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Brexit Showdown in Wembley

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Brexit Showdown in Wembley

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Gegner und Befürworter des Brexits haben noch einmal in einer großen öffentlichen Debatte versucht, die Wähler von ihren Pro oder Contra Brexit Argumenten zu überzeugen. Vor 6000 Zuschauern in der Londoner Wembley Arena lieferte sich der amtierende Bürgermeister von London Sadiq Khan eine knackige Debatte mit seinem konservativen Amtsvorgänger Boris Johnson.

Als David Cameron 2005 zum Parteivorsitzenden der britischen Konservativen gewählt wurde, wollte er das Thema Europa in seiner Partei endlich abhaken. Um aber seine Partei bei Laune zu halten, pochte Cameron in Brüssel auf die nationalen Interessen seines Landes und weigerte sich zum Beispiel, dem Fiskalpakt beizutreten. Genutzt hat es nichts, die EU-Gegner bei den Tories beharrten auf einer Volksabstimmung über die Mitgliedschaft in der EU. Gleichzeitig bekam die United Kingdom Independence Party, die UKIP des Rechtspopulisten von Nigel Farage, immer mehr Zulauf von konservativen, europaskeptischen Wählern. Camerons Strategie: den Preis für die EU bei einem Verbleib der Briten hochtreiben, Vorteile für Großbritannien heraushandeln und dann über diese reformierte EU abstimmen lassen. Camerons Hoffnung: mit einem Ja des britischen Volkes den ewigen Streit über Europa, vor allem in seiner eigenen Partei, endlich zu beenden. Doch diese Hoffnung könnte trügen, er wird die Geister nicht mehr los, die er rief.

Jetzt kämpft Premierminister David Cameron auch um sein politisches Überleben:

“Um es ganz deutlich zu machen, unsere wirtschaftliche Sicherheit steht für mich über allem. Wir sind sicherer wenn wir bleiben; wenn wir gehen, gehen wir ins Risiko. Wir riskieren Jobs, es ist ein Risiko für Familien, eine Risiko für die Zukunft unserer Kinder – und es gibt keinen Weg zurück.”

Der Labour Oppositionsführer Jeremy Corbyn wurde zuletzt für seinen uneindeutige Haltung zum Brexit kritisiert; inzwischen klingt er aber recht deutlich:

“Es ist eine von Konservativen geführte Brexit Kampagne, die die Arbeiter in diesem Land wirklich bedroht. Ich sage, wir bleiben. Wir bleiben um zu kämpfen, um die Lebensbedingungen auf dem ganzen Kontinent weiter zu verbessern, gemeinsam mit Menschen, die wie wir denken, arbeiten und leben – und zufällig eine andere Nationalität haben oder eine andere Sprache sprechen.”

UKIP-Chef Nigel Farage sieht seine Anhänger von der Aussicht auf den Brexit beinahe beseelt:

“Ich glaube es wird unglaublich eng, aber ich habe das Gefühl, das die Menschen die sich Gedanken gemacht haben und gehen wollen, sie sind sich einfach so sicher das richtige zu tun, sie würden am Donnerstag über Glasscherben kriechen um zu wählen. Ich glaube wir können es schaffen.”

Fast 70 Tory-Abgeordnete wollen gegen Partei- und Regierungschef David Cameron und Schatzkanzler George Osborne aufbegehren, falls es zum Brexit kommt. Unter ihnen ist aud er Abgeordnete und Ex-Verteidigungsminister Liam Fox, der sich EU Befürworter zum Gegener gewandelt hat:

“Wahrscheinlich ist es ein historischer Moment, nicht nur für unser Land, sondern auch für Europa und andere Länder, denn ein Land holt sich die Kontrolle über seine Gesetzgebung, seine Grenzen und sein Geld zurück. Und sagt, wir sollten mit anderen zusammenarbeiten und uns nicht von anderen regieren lassen.”
com/LeaveEUOfficial/status/740604455679332352”>8. Juni 2016

In unserem Update hier unter dem Artikel finden Sie weitere Informationen. Sie können darin weiter herunterscrollen…

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