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Polizisten sterben bei Anschlag in der Südosttürkei


Türkei

Polizisten sterben bei Anschlag in der Südosttürkei

In der Stadt Gaziantep im Südosten der Türkei sind bei einer Explosion mehrere Menschen getötet worden. Nach Regierungsangaben starben drei Polizisten, mindestens acht Menschen wurden verletzt.

Offiziellen Angaben zufolge wollten die Polizisten eine Zelle des sogenannten Islamischen Staates ausheben. Sie hatten ein Auto zu einem sogenannten Safehouse verfolgt, einem unauffälligen Rückzugsort der Terroristen. In dem Auto hatten sie Sprengstoff vermutet. Bei der Stürmung des Gebäudes habe sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Weiter heißt es, die Terroristen hätten einen Anschlag auf ein alevitisches Kulturzentrum geplant. 19 Verdächtige seien festgenommen worden, außerdem seien 15 Kilogramm Sprengstoff sowie Panzerabwehrminen beschlagnahmt worden.

Bei einer weiteren Razzia in einem anderen Stadtviertel von Gaziantep sprengte sich nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu ebenfalls ein Attentäter in die Luft. Dabei kam außer ihm aber niemand ums Leben.

Türkei unterstützt syrische Rebellen

Gaziantep liegt rund 40 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Im August hatte es einen Anschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft mit mehreren Dutzend Toten in Gaziantep gegeben. Die Regierung vermutet auch hier den IS als Drahtzieher. Ebenfalls im August hatte die Türkei militärische Aktionen begonnen, um den sogenannten Islamischen Staat in Syrien zurückzudrängen. Dabei unterstützt die türkische Armee auch syrische Rebellen und zieht so die Aufmerksamkeit und den Hass von IS-Anhängern auf sich.

Neuesten Berichten der Rebellen zufolge haben diese den IS aus Dabik zurückgedrängt. Der Ort im äußersten Norden Syriens nahe der syrischen Grenze gilt als besonders symbolträchtig für den IS. Auch an dieser Operation waren türkische Kräfte beteiligt.

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