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Syriens UN-Botschafter: OPCW-Untersuchung kann am Mittwoch beginnen

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Syriens UN-Botschafter: OPCW-Untersuchung kann am Mittwoch beginnen

Syriens UN-Botschafter: OPCW-Untersuchung kann am Mittwoch beginnen
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REUTERS/Omar Sanadiki
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Geht es nach den Worten des syrischen Botschafters bei den Vereinten Nationen, Baschar al-Dschafari, können die Untersuchungen der Experten der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) am Mittwoch beginnen.

Ein Sicherheitsteam der Vereinten Nationen sei zuvor in die syrische Stadt Duma gereist, um die Lage vor Ort zu erkunden, so al-Dschafari in New York.

Syriens UN-Botschafter Baschar al-Dschafari.

"Heute ist das Sicherheitsteam der Vereinten Nationen in Duma eingetroffen, um die Sicherheitslage vor Ort zu bewerten und wenn es entschieden hat, dass die Lage in Duma gut ist, wird die Mission zur Erkundung von Spuren morgen in Duma beginnen", sagte al-Dschafari vor dem UN-Sicherheitsrat.

Die neun internationalen OPCW-Experten sollen prüfen, ob am 7. April in Duma chemische Substanzen gegen Zivilisten eingesetzt wurden. Bei dem Angriff sollen laut Helfern vor Ort über 40 Menschen getötet worden sein.

Westliche Staaten machen die syrische Regierung dafür verantwortlich. Syrien und sein Verbündeter Russland weisen die Anschuldigungen über den Einsatz von Chemiewaffen zurück.

UN-Generalsekretär António Guterres hatte die syrische Regierung zuvor gemahnt, den Inspektoren ungehindertes Arbeiten in dem Ort in Ost-Ghouta zu ermöglichen. Die OPCW-Experten haben den angeblichen Ort des Geschehens noch nicht besichtigen können.

Auf westlicher Seite wird befürchtet, dass eventuelle Belege unbrauchbar sein werden oder bereits zerstört wurden. Al-Dschafari sagte dagegen, die syrische Regierung habe alles getan, um die Arbeit dieser Mission zu erleichtern.

Kritik an Militärschlägen der USA, Frankreichs und Großbritanniens

Die USA, Großbritannien und Frankreich hatten mit dem mutmaßlichen Giftgasangriff ihre Luftangriffe auf syrische Militärstellungen in der Nacht zum Samstag gerechtfertigt. Dafür erntete der französische Präsident Emmanuel Macron im Europaparlament in Straßburg am Dienstag Kritik.