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Made in Qingdao: Fördermittel locken Filmschaffende in die chinesische „City of Film“

Made in Qingdao: Fördermittel locken Filmschaffende in die chinesische „City of Film“
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Die ostchinesische Stadt Qingdao ist auf einem guten Weg, ihrem Spitznamen „City of Film“ alle Ehre zu machen. Dort wurden beispielsweise die diesjährigen Filmfestival-Blockbuster „Die wandernde Erde“ und „Crazy Alien“ produziert und gefilmt.

Doch damit ist das Potenzial der Stadt am Gelben Meer noch lange nicht ausgeschöpft. In Qingdao ist man sich bewusst, dass diese Art von Erfolg nicht von allein kommt. Finanzielle Förderungen und Anreize sind wichtige Entscheidungshilfen, wenn Filmschaffende darüber nachdenken, wo ihr nächster Film produziert und gedreht werden soll. Als Beweis, dass die City of Film es mit der finanziellen Unterstützung ernst meint, wurde im März eine Production Rebate Granting Ceremony abgehalten, bei der vier Filme mehr als 36 Millionen Yuan als Produktionskostenzuschüsse erhielten.

Der spektakuläre Science-Fiction-Film „Die wandernde Erde“, der die Herzen der Kinofans im Sturm eroberte, war einer der bei der Zeremonie ausgezeichneten Filme. „Ich habe mich hier zuhause gefühlt“, so Frant Gwo, Regisseur des Films, während der Zeremonie. „Diese Erinnerungen werde ich nie vergessen.“ Er hat während der Arbeiten an „Die wandernde Erde“ etwa sechs Monate in der City of Film verbracht. Produzent Gong Ge’er fügte hinzu, dass die Fördergelder schnell und transparent ausgezahlt wurden und dass diese Erfahrung Qingdao zu einem attraktiven Ziel für zukünftige Filmprojekte macht.

Die anderen Filme, die im Rahmen der Zeremonie am 1. März Fördergelder erhielten, waren „Crazy Alien“, „Pacific Rim: Uprising“ und „The Island“. Die Höhe der Fördermittel richtete sich nach den Ausgaben der einzelnen Filme während der Produktion in der Qingdao Oriental Movie Metropolis und im Lingshan Bay Film-Television Cultural Industrial Park. Pan Xiao, Produktionsleiter von „Crazy Alien“, war von den filmischen Einrichtungen der Stadt beeindruckt: „Die Arbeitsmöglichkeiten hier verbessern sich ständig. In naher Zukunft können wir den gesamten Film hier produzieren. Ein bequemer und verlässlicher Drehort für die gesamte Crew.“

Seit die hochmoderne Qingdao Oriental Movie Metropolis letztes Jahr eröffnet wurde, wurden dort über 100 Filme und TV-Shows gedreht oder produziert, darunter auch weltberühmte Titel wie „Godzilla 2“, „The Great Wall“ und „La La Land“. In dem 10.000 Quadratmeter großen Komplex ermöglichen hochentwickelte Produktionsmethoden die Verwirklichung aufwändiger Handlungen. Beispielsweise gibt es dort das einzige Indoor- und Outdoor-Unterwasserstudio der Welt.

Aber ebenso wichtig ist Qingdaos Förderungsprogramm in Höhe von 5 Milliarden Yuan. Es wird gemeinsam von der Stadt Qingdao, dem Stadtbezirk Huangdao und sozialem Kapital finanziert. Jedes Projekt kann gemäß des Plans „Cost Subsidy of Outstanding Film & Television Works“ (Kostenzuschuss für herausragende Film- und Fernsehwerke) bis zu 40 % der Produktionskosten an Fördergeldern und maximal 120 Millionen Yuan erhalten. Dieser von dem studioeigenen Special Fund for Film & Television Industrial Development entwickelte Plan sieht die Ausschüttung von einer Milliarde Yuan pro Jahr vor, über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Finanzielle Unterstützung in Form von Barrabatten, Zuschüssen oder Steuernachlässen ist für Filmschaffende ein wichtiger Faktor, wenn es um die Entscheidung geht, wo ihre Projekte produziert und gefilmt werden sollen.

Zukünftig will Qingdao den Umfang der für eine Bewerbung zugelassenen Produktionen erhöhen, die Bewerbungsschwelle reduzieren und den Prozess generell vereinfachen und beschleunigen. Dahinter steht die Hoffnung, dass dies noch mehr herausragende Filmcrews in die Stadt lockt, und zwar nicht nur für die Dreharbeiten, sondern auch für die Postproduktion. Abgesehen von finanzieller Unterstützung verbessert Qingdao weiterhin die praktischen Möglichkeiten für Filmschaffende. Nach einer Investition von 5 Milliarden Yuan wird aktuell ein neues Studiogelände mit einer Fläche von 1.000.000 Quadratmetern in der Nähe des Cangma-Bergs im Westen der Stadt errichtet.

Mit spannenden aktuellen Filmprojekten wie der epischen „Fengshen Trilogy“ und „Space Intellectual“ wird das Jahr des Schweins allem Anschein nach ein aufregendes für Qingdao. China wird mit dieser Entwicklung zufrieden sein, aber vor allem profitiert die Bevölkerung von Qingdao. „Endlich habe ich mit Qingdao einen großartigen Drehort gefunden“, sagte der dort geborene Huang Bo, Regisseur des Films „The Island“, nach der Production Rebate Granting Ceremony. „Als Sohn der Stadt Qingdao bin ich wirklich stolz.“