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Essenslieferungen Dubai: Abos liegen im Trend

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Essenslieferungen Dubai: Abos liegen im Trend
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Dubai ist bekannt für seine internationalen und einheimischen Restaurants. Aber in Coronazeiten ist der Appetit auf Gerichte gewachsen, die nach Hause geliefert werden. Essenslieferungen-Abos und Kochboxen liegen im Trend.

Zum Jahresbeginn hat man oft gute Vorsätze – sie reichen von mehr Bewegung bis hin zu gesünderer Ernährung. Dubai ist bekannt für seine Restaurantszene. Aber in Coronazeiten ist der Appetit auf Gerichte gewachsen, die nach Hause geliefert werden.

In Dubai sind Lieferdienste gang und gäbe – von Wäsche bis zum Milchkaffee. Service wird großgeschrieben, auch wenn man dafür zahlen muss:

"Die Preise sind sehr unterschiedlich in Dubai, manche sind sehr hoch. Zweitens und das ist der Grund, warum wir etwas verändert haben: Nach einiger Zeit hat man das Angebot satt. Es gibt zwar verschiedene Programme, aber nach sechs Monaten, in denen man vielleicht immer wieder dasselbe Frühstück hatte, ist es schön, mal etwas anderes zu probieren", erzählt Jessica Davis.

Fakten & Zahlen

Der Lebensmittel- und Getränkemarkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat einen Wert von 10,8 Milliarden Euro. Er umfasst Restaurants, Hotels und Lieferdienste. 60 Prozent der Smartphone-Nutzer in Dubai haben eine Essenslieferungs-App, und die Hälfte von ihnen nutzt sie aktiv.

Dank der wachsenden Popularität der Essens-Programme steigt auch die Auswahl der frisch zubereiteten Gerichte, die täglich an die Haustür geliefert werden. Der vegane Vitamin-Abonnementdienst Root'D startete im November und hat bereits über 100 Nutzer:

"Es gibt immer mehr Menschen, die sich zumindest für ein paar Wochen pflanzlich ernähren. Ihr Ziel ist eine Art Entgiftung von tierischen Produkten. Heutzutage gibt es viele Informationen darüber, welche gesundheitlichen Vorteile das Weglassen bestimmter Nahrungsmittel hat. Deshalb werden vegane Gerichte ausprobiert", so Gründer Roy Koyess.

Gesunde Ernährung liegt im Trend, sagt Ernährungsexpertin Maria Abi Hanna: "Dieser ganzheitliche Ansatz, den die Leute jetzt verfolgen, das ist ein Wellness-Ansatz. Dabei geht es nicht nur um Kalorienzählen, die Kombination von Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien ist wichtig. Die Art und Weise, wie man sich ernährt, egal ob vegan oder nach einem Low-Carb-Plan. Dahinter steckt eine riesige Wissenschaft. Und die Leute fangen an zu erkennen, wie wichtig sie ist."

Kochboxen werden immer beliebter

Eine weitere Abo-Variante, die immer beliebter wird, sind Kochboxen, mit denen man das Essen selbst zubereitet.

"Heute gibt es Jumbo-Garnelen in Knoblauch mit Pfannengemüse. Das ist ein kalorienbewusstes Rezept, das sehr beliebt ist. Es ist schnell und einfach zuzubereiten, das Mittagessen ist innerhalb von 20 Minuten auf dem Tisch", so Hello-Chef-Gründerin Olivia Manner. "Die meisten Menschen haben ungefähr fünf oder sechs Lieblingsrezepte im Repertoire, die sie schon immer kochen. Irgendwann wird das zu eintönig. Das Tolle an unseren Rezepten ist, dass man jede Woche etwas Neues entdeckt, aber auch seine eigenen Favoriten hat. Wir sind sowieso eher auf die Abende unter der Woche ausgerichtet. Am Wochenende hat man dann Zeit, um seinen eigenen Braten zu kochen."

Im Durchschnitt kosten Essens-Programme zwischen 450 und 900 Euro im Monat pro Person mit 20 Tagen Frühstück, Mittagessen, Abendessen sowie Snacks. Kochboxen liegen bei 250 bis 350 Euro für 20 Abendessen und eine Person gibt im Monat durchschnittlich zwischen 200 und 300 Euro für den Lebensmitteleinkauf aus.

Keith O’Malley-Farrell erzählt von seinen Erfahrungen: "Ich hatte keine Ahnung vom Kochen. Ich kann zwar Fleisch und Gemüse zubereiten. Aber eine Kochbox ist etwas völlig anderes. Es ist wirklich einfach. Beim ersten Mal musste ich zwar andauernd ins Rezept schauen, weil ich dauernd etwas vergessen habe. Aber beim zweiten Mal fühlte ich mich schon wie ein Profi. Wenn ich die ganzen Zutaten selbst einkaufen müsste, selbst wenn ich alles hätte, würde ich es nicht schaffen. Ich würde bestimmt etwas falsch machen. Wenn der Laden etwas nicht hat. Es würde nicht so schmecken wie es schmecken sollte. Ich würde es einfach lassen."

In Coronazeiten haben viele Restaurants einen Lieferdienst angeboten. Die Nachfrage nach Abos und Kochboxen stieg, unter anderem auch weil die Liefermethoden nahezu kontaktlos sind.

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"Es war großartig während des Lockdowns, aber es hat die Tage noch monotoner gemacht. Denn man steht auf, setzt sich an seinen Schreibtisch und bekommt sein Essen geliefert. Essenslieferungen sind bequem und nützlich, wenn man viel außer Haus ist. Man kommt nach Hause und alles ist schon fertig"_, so Kurt Davis. Und seine Frau ergänzt: "Wir bestellen am Wochenende etwas oder gehen essen, unter der Woche haben wir ein Essens-Abo."

Unklar ist, wie lange der Trend für Essens-Abos anhält. Aber in Dubai bieten Lifestyle, Ernährungsbedürfnisse und der damit gewünschter Komfort gute Gründe dafür.