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EU-Kommission will Strategiepapier zur Migrationspolitik vorlegen

Die EU-Kommission sieht keine Möglichkeit, in kurzer Zeit ein europäisches Grenzschutzsystem zu verwirklichen, das zu Such- und Rettungsaktionen in

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EU-Kommission will Strategiepapier zur Migrationspolitik vorlegen

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Die EU-Kommission sieht keine Möglichkeit, in kurzer Zeit ein europäisches Grenzschutzsystem zu verwirklichen, das zu Such- und Rettungsaktionen in der Lage wäre. Doch der Druck auf Brüssel wächst, nicht nur Abgeordnete des Europaparlaments fordern eine Gesamtstrategie. “86 Prozent der Flüchtlinge bleiben in ihren Herkunftsregionen. Sie befinden sich in Asien und Afrika, nicht in Europa”, so Vanessa Saenen, die das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge in Brüssel vertritt. “Nur vier bis fünf Prozent der syrischen Flüchtlinge schaffen es bis nach Europa. Libanon hat mehr Flüchtlinge aufgenommen als ganz Europa.”

Meinung

Die derzeitige Politik der EU bezeichnen wir als eine Politik der Festung Europa

Die EU-Kommission hat für den kommenden Monat eine Migrationsagenda angekündigt, das heißt, sie wird Vorschläge dazu machen, wie mehr Ressourcen auf europäischer und nationaler Ebene mobilisiert werden können.

Doch Katastrophen könnten nicht verhindert werden, wenn Such- und Rettungsaktionen in der Agenda nicht festgeschrieben würden, kritisiert Iverna McGowan von Amnesty International: “Die derzeitige Politik der EU bezeichnen wir als eine Politik der Festung Europa. Indem man die Grenzen zu Land dicht macht, zwingt man die Menschen dazu, den Seeweg zu wählen. Es müssen Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge geschaffen werden. Bei der Reform der europäischen Migrationspolitik ist eine globale Sichtweise notwendig.”

Angesichts der Konflikte in der Nachbarschaft Europas und des guten Wetters ist zu erwarten, dass es zu weiteren Flüchtlingstragödien im Mittelmeer kommt.