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Über 200 Kilo schweres Buch, illustriert von Dalí und Cocteau, in der Auvergne gestohlen

Dalí-Ausstellung in Barcelona, 2004.
Dalí-Ausstellung in Barcelona, 2004. -  Copyright  AP Photo/Bernat Armangue
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Von Christina Molle mit AFP
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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In der Nacht vom vier auf den fünf Oktober ist das 210 Kilo schwere Unikat „Buch der Apokalypse“ mit Werken von Salvador Dalí, Jean Cocteau und Bernard Buffet aus einem Kunstzentrum in Issoire (Puy-de-Dôme) gestohlen worden.

Erneuter Kunstdiebstahl im Kunstbetrieb: Das „Buch der Apokalypse“, beschrieben als eines der teuersten (und schwersten) Werke der Welt, ist in der Nacht von Sonntag auf Montag aus einem privaten Museum in Issoire in der Auvergne gestohlen worden, wie die Staatsanwaltschaft Clermont-Ferrand mitteilte.

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Das einzige Originalexemplar dieses Buches geht auf den Verleger aus der Auvergne, Joseph Forêt, zurück. Er entwickelte es als Gesamtkunstwerk rund um die Apokalypse des heiligen Johannes.

Das Werk wiegt insgesamt 210 Kilogramm und besteht aus 150 Pergamentblättern. Zwischen 1958 und 1961 arbeiteten daran sieben bedeutende Schriftsteller und sieben bekannte Maler der Zeit, darunter Ossip Zadkine, Léonard Foujita, Jean Cocteau und Jean Giono. Salvador Dalí wiederum schuf den Einband als Skulptur im Wachsausschmelzverfahren.

Monumentales Kunstbuch reist um die Welt

Zwischen 1961 und 1972 war das Buch in fast 150 Ausstellungen weltweit zu sehen. Danach verschwand es jahrelang aus der Öffentlichkeit. Zunächst wurde es in der Schweiz eingelagert, später ging es an japanische Sammler.

Die Sammler wollten das Werk Blatt für Blatt versteigern. 2003 kaufte es Christian Karoutzos, Geschäftsführer eines Unternehmens zur Restaurierung von Kunstwerken in Issoire. Er entschied, den Einband und einige Pergamente bis zum Herbst in seinem Zentrum für zeitgenössische Kunst der Stadt zu zeigen.

„Es ist ein Werk von der Dimension einer Kathedrale, monumental, weltweit einzigartig“, klagte der neue Eigentümer nach dem Diebstahl gegenüber ICI Pays d’Auvergne und fügte hinzu, „in dieser Nacht hat man Frankreich ermordet, man hat das französische Kulturerbe ermordet“.

„Es ist das Werk eines privaten Eigentümers, der ein kleines privates Museum für zeitgenössische Kunst betrieb, in dem weitere, weniger wertvolle Werke lagen“, erklärte der Bürgermeister von Issoire, Bertrand Barraud. Er betonte, der Schaden sei „unschätzbar“ und es handle sich um „das Werk eines Lebens“.

Die Recherchebrigade der Gendarmerie in Clermont-Ferrand hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Wert des Werkes liegt bei mehreren Millionen Euro.

Der Diebstahl erinnert an den Vorfall im Louvre am 19. Oktober 2025, als die Täter Schmuckstücke im Wert von 88 Millionen Euro stehlen konnten_._

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