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Patient tot: Frankreich meldet zum ersten Mal Shamonda-Virus bei einem Menschen

Kühe fressen auf einem Bauernhof.
Kühe fressen auf einem Bauernhof. -  Copyright  AP Photo/Marta Lavandier
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Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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Die französischen Behörden bestätigen den ersten Fall des Shamonda‑Virus beim Menschen: Ein Patient in Lyon starb Anfang Oktober. Die französischen Behörden stehen diesbezüglich im Austausch mit der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Die französischen Behörden haben bei einem Patienten in Lyon, der Anfang Oktober gestorben ist, eine Infektion mit dem Shamonda-Virus bestätigt. Es ist der erste bekannte Fall bei einem Menschen.

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Bislang galt das Shamonda-Virus als nicht auf Menschen übertragbar. Der jetzt bekannt gewordene Fall ist der erste dokumentierte Nachweis bei einem Menschen.

„Es handelt sich daher um einen Ausnahmefall bei einer schwer immungeschwächten Patientin oder einem schwer immungeschwächten Patienten“, teilten die Behörden mit.

Das Shamonda-Virus ist in Europa erstmals in diesem Sommer nachgewiesen worden. Es gehört zu einer Gruppe von Viren, die durch stechende Insekten, sogenannte Gnitzen, übertragen werden. Bisher traf es vor allem Rinder, die als wichtigste Wirte unter den empfänglichen Tierarten gelten. In Frankreich wurden in diesem Sommer zudem vereinzelt Fälle bei kleinen Wiederkäuern und Pferden gemeldet.

Die infizierte Person war schwer immungeschwächt und wurde wegen einer schweren Erkrankung in den Hospices Civils de Lyon behandelt, wie das französische Landwirtschaftsministerium in einer Mitteilung erklärte.

Nach aktuellem Stand gehen Fachleute davon aus, dass sich die Patientin oder der Patient in Ostfrankreich durch einen Insektenstich infizierte, vermutlich durch eine winzige Fliege aus der Culicoides-Gnitzen-Gruppe.

„Den bisherigen Untersuchungen zufolge stehen die vor dem Tod beobachteten Hirnkomplikationen bei der immungeschwächten Patientin oder dem immungeschwächten Patienten sehr wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Shamonda-Virus-Infektion“, erklärte das Ministerium. „Nach heutigem Kenntnisstand besteht für die Allgemeinbevölkerung kein Gesundheitsrisiko.“

Klinische, laborbasierte und epidemiologische Untersuchungen laufen weiter. Die französischen Behörden stehen dazu im Austausch mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und dem Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten ECDC.

Bei infizierten erwachsenen Rindern treten vor allem Fieber, Teilnahmslosigkeit und Durchfall auf. Bei Milchkühen lässt sich zudem häufig ein deutlicher Rückgang der Milchleistung beobachten, berichtet Sciensano, das belgische nationale Institut für öffentliche Gesundheit.

Das Shamonda-Virus wurde Mitte der 1960er-Jahre erstmals in Nigeria entdeckt. Seitdem sind immer wieder Fälle bei Rindern in West-, Ost- und Südafrika sowie in Japan beschrieben worden. In diesem Sommer wurde das Virus erstmals in Westeuropa nachgewiesen; betroffen waren unter anderem der Süden Deutschlands, die Schweiz, Frankreich und die Niederlande.

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