Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Ein Dessert, das in die Wüste passt

euronews_icons_loading
Ein Dessert, das in die Wüste passt
Copyright  euronews   -   Credit: Dubai
Von Jane Witherspoon, Sabine Sans
Schriftgrösse Aa Aa

In dieser Taste-Folge treffen wir die französische Konditorin Jessica Préalpato. Ausgezeichnet als "The World's Best Pasty Chef" im Jahr 2019 arbeitet sie derzeit an der Seite von Alain Ducasse im Plaza Athene in Paris. Als Botschafterin des Frankreich-Pavillons auf der Expo 2020 wurde sie beauftragt, ein besonderes Dessert für die Veranstaltung zu kreieren. Euronews darf die erste Version probieren.

Ein Dessert, das in die Wüste passt

Mit euronews spricht Jessical Préalpato über den Druck, zur besten Konditorin der Welt gekürt zu werden, und über die Gleichberechtigung der Geschlechter in der Restaurantbranche.

Die französische Konditorin Jessica Préalpato wurde in ihrer Rolle als Botschafterin des französischen Pavillons beauftragt, ein spezielles Dessert für die Expo 2020 zu kreieren. Euronews traf sich mit ihr in der Brasserie Boulud im Sofitel Dubai the Obelisk, als sie die erste Version dafür entwickelte.

Ausgezeichnet als The World's Best Pasty Chef 2019, gewählt von den World's 50 Best Restaurants, arbeitet sie derzeit an der Seite von Alain Ducasse im Plaza Athénéé in Paris. Eine Ehre, von der sie sagt, dass sie mit einem gewissen Druck einhergeht:

"Das war sehr viel Druck, denn die Leute küren das beste Dessert der Welt, beurteilen, ob es gut oder nicht so gut ist. Für mich war das sehr wichtig, ich war furchtbar gestresst."

Préalpato wuchs in Mont de Marsan im Südwesten Frankreichs auf, wo sie von frischen lokalen Produkten umgeben war, etwas, das sie immer noch gerne in ihre Gerichte einfließen lässt. Mit Zutaten wie Wassermelone, Grieß, Datteln, Kardamom, Minze, Estragon und Laban wollte sie sicherstellen, dass sie in diesem besonderen Rezept die lokalen Aromen des Nahen Ostens einfließen lässt.

euronews
Wassermelone auf Dattelpaste mit Cardamom und Grießeuronews

Wegbereiterin und Vorbild

Als Wegbereiterin und Vorbild für viele Frauen in der Branche reflektierte sie darüber, wie sich die Branche verändert hat, um die Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen.

"Ich habe vor 20 Jahren in der Branche angefangen. Damals war es sehr schwierig, eine Frau in der Küche zu sein. Ich fing in der Küche in einem Michelin-Restaurant an. Wir waren zwei Frauen unter zwanzig, fünfundzwanzig Männer. Es war sehr schwierig, sich zu behaupten", erzählt sie.

Die Tochter von Konditoren war nicht immer dazu bestimmt, in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten: Ursprünglich wollte sie Psychologie studieren. Sie erzählte Euronews, dass sie jedoch bald erkannte, was sie glücklich macht und an der Hotelfachschule in Biarritz "Cuisinier en dessert de restaurants" studierte. Das brachte sie auf einen Karriereweg, der sie in Frankreich, Dubai, Tokio, Beirut und St. Petersberg arbeiten ließ.

Als Schöpferin von Desserts, die man reuefrei genießen kann, schwört sie auf einen "Natürlichkeits"-Ansatz - in diesem Fall unter Verwendung des natürlichen Zuckers aus den Früchten sowie dem Beträufeln mit Honig.