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Neuauflage des Nafta Abkommens - Kanada und USA erzielen Einigung

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Neuauflage des Nafta Abkommens - Kanada und USA erzielen Einigung
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Nach zähen Verhandlungen haben sich die USA und Kanada auf eine Neuauflage des gemeinsamen Freihandelsabkommens Nafta mit Mexiko geeinigt.

Die Einigung kam in letzter Minute zustande, kurz vor Ablauf der gesetzten Frist für eine Verständigung. Damit gibt es auch künftig ein Dreier-Abkommen mit Mexiko.

Dazu Finanzexperte James Bevan von der Investmentfirma CCLA:

"Ich denke, dass Donald Trump gezeigt hat, dass er fähig und willens ist, bilaterale oder trilaterale Abkommen einzugehen, anstatt sich auf einen globalen Rahmen zu verlassen. Deshalb ist es ein Sieg, denn er hat bewiesen, dass er verhandeln kann. Es ist auch ein Sieg für den gesunden Menschenverstand. "

Trump hatte das Abkommen infrage gestellt und Neuverhandlungen mit Kanadas Premierminister Justin Trudeau durchgesetzt, weil er eine Benachteiligung der USA beklagte.

Aus US-Sicht gibt es mit Kanada und Mexiko ein erhebliches Handelsdefizit. Trump hatte die Nafta-Vereinbarung von 1994 als eines der schlechtesten je geschlossenen Handelsabkommen kritisiert.

Das neue Abkommen regelt eine der größten Freihandelszonen der Welt, betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Wirtschaftsleistung von knapp 19,79 Billionen Euro ab.

Kanada war 2017 mit 293 Mrd. Euro der größte Warenexportmarkt der Vereinigten Staaten. Gleichwohl will US-Präsident Donald Trump die Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren aus Kanada und Mexiko trotz der Einigung auf ein neues Handelsabkommen mit beiden Ländern in Kraft lassen.