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Anziehend - Portugal und Spanien profitieren grenzüberschreitend

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Anziehend - Portugal und Spanien profitieren grenzüberschreitend

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Grenzen spielen im vereinten Europa eine immer kleinere Rolle, es bilden sich industrielle Cluster.

Portugal und Spanien - man braucht sich

Im Nordwesten der iberischen Halbinsel ist es der Textilsektor: Nordportugal und das spanische Galicien arbeiten eng zusammen - und spielen weltweit eine wichtige Rolle. Portugal ist grösster Lieferant bekannter galicischer Marken wie Zara oder Bershka.

Alberto Rocha - Generalsekretär Cointega - Verband der Textilindustrie Galiciens

"Portugal war ein Wettbewerbsvorteil für Galicien, und Portugal hat ebenfalls von Galicien profitiert - wir haben uns ergänzt. Wir arbeiten seit Jahren zusammen und jeder ist auf das spezialisiert, was er eben besser kann."

Paulo Vaz - Generaldirektor der ATP Associação Têxtil e Vestuário de Portugal

"In den letzten Jahrzehnten hat Spanien im Textilsektor neue Geschäftsmodelle entwickelt, die auf Marken, Einzelhandel und Geschäftsmodellen mit hoher Wertschöpfung basieren. Portugal entwickelte seine Tradition und schon existierendes Know-how weiter. Portugal hat viel in Forschung und technologische Innovation investiert, das war für uns sehr interessant, es hat dafür geführt, dass wir uns so gut ergänzen.

Alberto Rocha - Generalsekretär Cointega

"Bisher hat sich unsere Zusammenarbeit mit dem Grad der gegenseitigen Ergänzung entwickelt, aber ich bin überzeugt, dass wir gerade an einem Wendepunkt sind: es gibt eine neue Qualität im Wettbewerb. In Portugal haben viele Unternehmen so gut entwickelt, dass sie zu Konkurrenten für ihre Kunden werden können. Das wird spannend für uns alle werden."

Facharbeitermangel in Portugal

Der portugiesischen Textilindustrie fehlen mindestens 6000 Facharbeiter. Der Unternehmerverband, dem fast alle Produzenten angehören, plädiert dafür, Migranten aufzunehmen und auszubilden. Denn der Mangel an Arbeitskräften ist eine Wachstumsbremse für die Branche.

Portugal will Einwanderung

2017 sollten 3000 Menschen in Portugal eine neue Heimat finden, aber nur 1500 kamen aus den Lagern in Griechenland und Italien. Geblieben ist davon nur die Hälfte.