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Branchenführer aus aller Welt treffen sich beim zweiten Qingdao Multinationals Summit

Von Qingdao
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Der diesjährige Multinationals Summit, der unter dem strahlend hellen, geschwungenen Dach der China Railway Qingdao World Expo City stattfand, übertraf mit 10.000 Teilnehmern (online und in Präsenz) alle Erwartungen.

Nach dem Erfolg des ersten Gipfels, der 2019 stattfand, strömten Führungskräfte von 390 Fortune-500-Unternehmen, Diplomaten aus 15 Ländern und über 500 Branchenführer zur diesjährigen Veranstaltung nach China.

Präsidenten, Vizepräsidenten und CEOs vieler multinationaler Konzerne lobten die Meetings, Vorträge und Konferenzen sowie die gelungene Organisation der Provinzregierung von Shandong und bezeichneten die Veranstaltung als „gastfreundlich“, „innovativ“ und „dynamisch“.

„Es ist unglaublich, wie viele große Unternehmen hier teilnehmen“, so Guido Giacconi, Vizepräsident der EU-Handelskammer in China. Er sagte, der Gipfel werde dazu beitragen, das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kammer und der chinesischen Regierung zu verbessern.

Die Stellung als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt mit viel Geschick bei der Nutzung neuer Chancen im Handel, der riesige Binnenmarkt und die industrielle Infrastruktur machen China schon seit Langem zu einer attraktiven Option für Investitionen und Zusammenarbeit. Außerdem haben die durchgreifenden Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie und zur Stabilisierung der Wirtschaft das internationale Vertrauen gestärkt, was sich in der hohen Teilnehmerzahl des Gipfels widerspiegelte.

Viele Gäste waren auch von Qingdaos natürlicher Schönheit begeistert. Die Stadt am Gelben Meer ist bei Touristen beliebt und bekannt für ihre Filmindustrie und Architektur sowie das beliebte Tsingtao-Bier.

Dank des großen Hafens und der guten Verkehrsanbindung an den Rest Chinas und ins Ausland ist Qingdao seit Langem ein beliebter Treffpunkt für multinationale Konzerne. Zu den 166 hier ansässigen Fortune-500-Unternehmen zählen Panasonic, Samsung und Airbus.

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Länder und Unternehmen setzen sich gemeinsam für eine bessere Zukunft ein

Die zweitägige Veranstaltung begann am 15. Juli und war darauf ausgelegt, gemeinsame Ziele zu finden, Freundschaften zu festigen und zum beiderseitigen Vorteil zusammenzuarbeiten. Zu den erklärten Zielen zählten außerdem die Schaffung einer High-End-Plattform für den Dialog zwischen transnationalen Konzernen und politischen und akademischen Kreisen. Präsident Xi Jinpings Bestreben, die Öffnung Chinas voranzutreiben, stand dabei immer im Vordergrund.

„Der Gipfel selbst ist ein positives Signal und zeigt, dass China bereit ist, gemeinsam mit anderen Ländern eine offene Weltwirtschaft aufzubauen", so Tracy Xie, Präsidentin des globalen Bergbauunternehmens Vale China mit Sitz in Brasilien.

Bei einer Vielzahl von Aktivitäten, Präsentationen und Meetings ging es um Themen wie geistige Eigentumsrechte, die Erschließung des Gebiets am Gelben Fluss, länderübergreifende Zusammenarbeit und grüne Wirtschaft.

„Nachhaltigkeit kann nicht von einem einzelnen Unternehmen, einer Stadt oder einem Land erreicht werden, sondern erfordert, dass wir alle zusammenarbeiten“, so Visal Leng, Präsident von Johnson Controls Asia-Pacific. Über die Provinzregierung von Shandong und die Landesregierung sagte er: „Der Fokus auf Nachhaltigkeit und CO2-Reduzierung freut uns sehr. Denn darum geht es bei Johnson Controls.“

Chinas Ziel, bis 2030 die Emissionsspitze zu erreichen und bis 2060 CO2-neutral zu sein, fand auf dem Gipfel breite Zustimmung. In allen beim Gipfel vertretenen Branchen war das Interesse an Chinas Investitionen in die grüne Entwicklung groß.

Multinationale Konzerne und Finanzinstitute müssen zusammenarbeiten, um die erforderliche CO2-Reduzierung zu erreichen, und der Gipfel bot den Teilnehmern zahlreiche Gelegenheiten, neue Partnerschaften zu schmieden. Yamato Kenichi, Präsident der Tokyo-Mitsubishi UFJ Bank in China, sagte: „Immer mehr chinesische Unternehmen verpflichten sich dazu, Energie zu sparen und Emissionen zu reduzieren, und unsere Bank will diesen Unternehmen entsprechende Finanzdienstleistungen anbieten.“

Klausurtagungen, Podiumsdiskussionen sowie Stadt- und Firmen-Roadshows boten weitere Möglichkeiten, Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis zu stärken. Die Teilnehmer erhielten außerdem einen Bericht der chinesischen Akademie für internationalen Handel und wirtschaftliche Kooperation, einem Thinktank des Handelsministeriums. Der Bericht trug den Titel „Multinationals in China: New Opportunities Arising From a New Paradigm“ (deutsch: „Multinationale Unternehmen in China: ein neues Modell eröffnet neue Möglichkeiten“).