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Elon Musk stoppt neue X-Regeln zur Bezahlung von Content-Creators nach Online-Kritik

Elon Musk nimmt 2025 am Saudi Investment Forum in Washington, USA, teil.
Elon Musk nimmt 2025 am saudischen Investitionsforum in Washington, USA, teil. Copyright  AP Photo/Evan Vucci, File
Copyright AP Photo/Evan Vucci, File
Von Anushka Roy
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach weltweiter Kritik von Nutzerinnen und Nutzern stoppt X vorerst die neue Auszahlungspolitik für Content-Creators. Es geht dabei vor allem um englischsprachige Posts aus nicht englischsprachigen L¨ändern.

Die Social-Media-Plattform X stoppt vorerst die Einführung einer neuen Vergütungsregel für Content-Creators. Sie hätte ab diesem Donnerstag gelten sollen.

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Die neuen Regeln sollten stärker berücksichtigen, wie viel Resonanz Beiträge beim Publikum im eigenen Land oder in der eigenen Region erzielen. Auf dieser Basis wollte X berechnen, wie viel Geld ein Content-Creator, also eine Nutzerin oder ein Nutzer, die oder der eigene Inhalte postet, bekommt.

Damit wollte X die Content-Creator davon abhalten, vor allem über die Vereinigten Staaten oder Japan zu posten. In diesen beiden Ländern hat die Plattform die meisten Nutzerinnen und Nutzer. Viele versuchen, das System auszutricksen und mit Beiträgen über diese Länder mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, erklärte X-Produktchef Nikita Bier am Dienstag in einer Ankündigung auf X.

Bier verwies auf die große Menge an Inhalten über die US-Politik, die von Nutzerinnen und Nutzern außerhalb der Vereinigten Staaten stammen.

Geld verdienen mit Klicks aus den USA

Die geplante Änderung löste weltweit einen Aufschrei aus. Einige betonten, sie veröffentlichten Beiträge zu vielen Themen jenseits der Politik und sie beklagten, dass die Nutzerbasis aus ihrem eigenen Land auf X ohnehin recht klein sei.

Die französische KI-Künstlerin und Illustratorin Déborah (@dvorahfr) schrieb in einem Beitrag auf X: „Ich lebe in Frankreich, aber 43 % meiner Follower kommen aus den USA. Ich weiß, dass viele von uns in derselben Situation sind. Um ein breiteres Publikum zu erreichen, sind alle meine Beiträge auf Englisch, der internationalen Sprache. Diejenigen, die Ärger machen, mögen bestraft werden, aber mit dieser Änderung, die unsere Einnahmen erheblich schmälern wird, bestrafen Sie auch eine Reihe von Accounts, die die internationale Sprache ohne böse Absicht verwenden. X teilt uns mit, dass Videos und neue, hochwertige Inhalte priorisiert werden, aber diese Änderung wird im Gegenteil unsere Einnahmen drastisch reduzieren. Gibt es bitte eine Möglichkeit, diese Entscheidung rückgängig zu machen?“

Elon Musk reagiert: "Wir stoppen das vorerst"

Nach einem Sturm der Kritik antwortete Elon Musk wenige Stunden nach der Ankündigung einem Nutzer auf X und schrieb : „Wir stoppen das vorerst und entscheiden später neu.“

Die geplante Regeländerung ist Teil eines größeren Vorstoßes der Plattform. X will offenbar auch mehr Informationen über Accounts bereitstellen, um die Verbreitung von Falschinformationen zu begrenzen.

Im vergangenen November führte X im Profilbereich ein neues Feld ein. Dort steht, in welchem Land oder welcher Region ein Account ansässig ist.

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