Nach weltweiter Kritik von Nutzerinnen und Nutzern stoppt X vorerst die neue Auszahlungspolitik für Creator.
Die Social-Media-Plattform X stoppt vorerst die Einführung einer neuen Vergütungsregel für Creator. Sie hätte ab diesem Donnerstag gelten sollen.
Die neuen Regeln sollten stärker darauf schauen, wie viel Resonanz Beiträge beim Publikum im eigenen Land oder in der eigenen Region erzielen. Auf dieser Basis wollte X berechnen, wie viel Geld Creator bekommen.
Damit wollte X Creator davon abhalten, vor allem über die Vereinigten Staaten oder Japan zu posten. In diesen beiden Ländern hat die Plattform die meisten Nutzerinnen und Nutzer. Viele versuchen, das System auszutricksen und mit Beiträgen über diese Länder mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, erklärte X-Produktchef Nikita Bier am Dienstag in einer Ankündigung (Quelle auf Englisch) auf X.
Bier verwies auf die große Menge an Inhalten über die US-Politik, die von Nutzerinnen und Nutzern außerhalb der Vereinigten Staaten stammt.
Die geplante Änderung löste weltweit Widerstand von Creator aus. Einige betonten, sie veröffentlichten Beiträge zu vielen Themen jenseits der Politik (Quelle auf Englisch) und dass die Nutzerbasis aus ihrem eigenen Land (Quelle auf Englisch) auf X ohnehin recht klein sei.
Nach einem Sturm der Kritik antwortete Elon Musk wenige Stunden nach der Ankündigung einem Nutzer auf X und schrieb (Quelle auf Englisch): „Wir stoppen das vorerst und entscheiden später neu.“
Die geplante Regeländerung ist Teil eines größeren Vorstoßes der Plattform. X will mehr Informationen über Accounts bereitstellen, um die Verbreitung von Falschinformationen zu begrenzen.
Im vergangenen November führte X im Profilbereich ein neues Feld ein. Dort steht, in welchem Land oder welcher Region ein Account ansässig ist.