Kurz vor der Parlamentswahl empfängt Ungarns Premier Viktor Orbán hohen Besuch aus Washington: US-Vizepräsident JD Vance reist nach Budapest und tritt bei einer Kundgebung auf. Beobachter sehen darin ein politisches Signal.
Am 7. und 8. April werden JD Vance, Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika, und seine Frau in Ungarn erwartet. Der Vizepräsident trifft dort am Dienstagmorgen den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Anschließend hält Vance eine Rede auf der Kundgebung zum "Tag der ungarisch-amerikanischen Freundschaft" im MTK-Sportpark.
Donald Trump hat dem ungarischen Premierminister während seiner zweiten Amtszeit wiederholt zur Seite gestanden: "Ich unterstütze seine bevorstehende Wahl, ja ich stehe sogar voll hinter ihm", sagte der US-Präsident zuvor.
Viktor Orbán konzentriert sich in seinem Wahlkampf vor allem auf außenpolitische Themen. Im Fokus steht die Aufrechterhaltung guter Beziehungen sowohl zu US-Präsident Donald Trump als auch zu Russlands Präsident Wladimir Putin. Ein Besuch von Trump wurde bereits diskutiert, kam aber nie zustande.
"Es ist also ein wichtiger Teil der politischen Strategie des US-Präsidenten, weil er aus der Wirtschaft kommt. Niemand kann etwas im Voraus sicher wissen, und auch nicht wann er sich entscheidet", erklärte Viktor Orbán im Februar.
JD Vance ist der ranghöchste US-Politiker, der Ungarn seit 2006 besucht hat. Die ungarische Parlamentswahl findet am 12. April statt.